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	<title>Grüne Grundsicherungsdebatte &#187; Information</title>
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	<description>Ein Diskussionsblog der Grünen Baden-Württemberg</description>
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		<title>Antr&#228;ge zum Grundeinkommen/Grundsicherung</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/15/antraege-zum-grundeinkommengrundsicherung/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Nov 2007 22:45:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Werhahn (KV Ludwigsburg)</dc:creator>
				<category><![CDATA[03 Antragsdebatte]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/15/antraege-zum-grundeinkommengrundsicherung/</guid>
		<description><![CDATA[Als Unterst&#252;tzer der Grundeinkommenskonzepte, bin ich mehr denn je der Auffassung, dass es uns auf der BDK in N&#252;rnberg gelingen muss, eine klare Richtungsentscheidung f&#252;r das Grundeinkommen herbeizuf&#252;hren. 
Um die vorliegenden Antr&#228;ge besser vergleichen zu k&#246;nnen, habe ich eine Synopse der Antr&#228;ge erstellt. 
Nach wie vor halte ich den Antrag Grundeinkommen LDK Baden- W&#252;rttemberg Z-02 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als <a href="http://www.entwicklungspotenziale.de/?p=47">Unterst&#252;tzer der Grundeinkommenskonzepte</a>, bin ich mehr denn je der Auffassung, dass es uns auf der BDK in N&#252;rnberg gelingen muss, eine klare <strong>Richtungsentscheidung f&#252;r das Grundeinkommen </strong>herbeizuf&#252;hren. </p>
<p>Um die vorliegenden Antr&#228;ge besser vergleichen zu k&#246;nnen, habe ich eine <a href='http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/11/vergleich-antrage-01.pdf' title='Synopse Antr&#228;ge'>Synopse der Antr&#228;ge</a> erstellt. </p>
<p>Nach wie vor halte ich den Antrag Grundeinkommen LDK Baden- W&#252;rttemberg Z-02 f&#252;r den Antrag, der sowohl den Wunsch nach stigmatisierungsfreier Gerechtigkeit und den Wunsch der Grundsicherungsbef&#252;rworterInnen nach Machbarkeit zusammen bringt. Deshalb sehe ich den LaVo  Baden-W&#252;rttemberg in der Pflicht, auch gegen Widerst&#228;nde f&#252;r den BaW&#252;-Antrag zu k&#228;mpfen, damit eine kluge, durchgerechnete und vision&#228;re Konzeption unsere zuk&#252;nftige Sozialpolitik mit bestimmt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Berliner Landesverband lehnt Grundeinkommen ab</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/11/berliner-landesverband-lehnt-grundeinkommen-ab/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Oct 2007 09:09:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Mouratidis (Landesvorsitzender, KV Rems-Murr)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fundsache]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r die Gr&#252;ne Community &#252;berraschend lehnte vergangenes Wochenende die Delegiertenkonferenz der Berliner Gr&#252;nen die Einf&#252;hrung eines bedingungslosen Grundeinkommens ab. Stattdessen favorisierten die Delegierten den Ausbau einer bedarfsorientierten Grundsicherung. Darin wird auch Kritik an den bisherigen Regelungen ge&#252;bt. Insbesondere die Erh&#246;hung des Regelsatzes als auch einen partnerunabh&#228;ngigen Hilfeanspruch wird angemahnt.
Mit dem Antrag &#8220;F&#252;r einen ermutigenden Sozialstaat&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r die Gr&#252;ne Community &#252;berraschend lehnte vergangenes Wochenende die Delegiertenkonferenz der Berliner Gr&#252;nen die Einf&#252;hrung eines bedingungslosen Grundeinkommens ab. Stattdessen favorisierten die Delegierten den Ausbau einer bedarfsorientierten Grundsicherung. Darin wird auch Kritik an den bisherigen Regelungen ge&#252;bt. Insbesondere die Erh&#246;hung des Regelsatzes als auch einen partnerunabh&#228;ngigen Hilfeanspruch wird angemahnt.<br />
Mit dem Antrag <a href="http://gruene-berlin.de/site/fileadmin/dateien/2007/LDK_Oktober/beschluesse/Beschluss_Der_ermutigende_Sozialstaat.pdf">&#8220;F&#252;r einen ermutigenden Sozialstaat&#8221;</a> wird demnach die Vision eines &#8220;Radikalen Realismus in der Sozialpolitik&#8221; formuliert. Die AntragstellerInnen um Sybill Klotz stellten den Ausbau der sozialen Infrastruktur ins Zentrum zuk&#252;nftiger Sozialpolitik.<br />
So beschreibt der Beschluss: &#8220;Gr&#252;ne Sozialpolitik radikal realistisch zu erneuern, das hei&#223;t f&#252;r uns, sowohl die gr&#252;ne Vision eines neuen Sozialstaats zu beschreiben, als auch die politische Redlichkeit aufzubringen, zu benennen, von wem wir in Zukunft einen h&#246;heren Beitrag zum Gemeinwesen erwarten, um dieser Vision auch zur Wirklichkeit zu verhelfen. Unter begrenzten Ressourcen kann radikale Politik nicht hei&#223;en, alles W&#252;nschenswerte zu addieren. Es braucht den Mut Priorit&#228;ten zu setzen und selbst Projekte, die eigentlich w&#252;nschenswert sind, zur&#252;ckzustellen. Erst aus diesem Anspruch ergibt sich unsere Skepsis gegen&#252;ber einem allzu gro&#223;en Ausbau individueller Transfers.&#8221;<br />
Priorit&#228;t soll der Ausbau der Bildung auf skandinavisches Niveau, einen Ausbau der Kinderbetreuung, und einen weiteren Ausbau der Unterst&#252;tzung f&#252;r Familien und Kinder bekommen.<br />
Mit aufgenommen wurde ein bedingunsloses Grundeinkommen auf Zeit, dessen Prinzip sich an der in Grund 2 vorgeschlagenen Br&#252;ckengrundsicherung orientiert.</p>
<p>Insofern haben sich insbesondere die Sozialstadtr&#228;tInnen im Bundesland mit den wahrscheinlich gr&#246;&#223;ten sozialen Problemen Deutschlands die Delegiertenkonferenz des eher linken Landesverbandes Berlin &#252;berzeugen k&#246;nnen, in welchen Bereichen ein gr&#252;ner sozialer Aufbrauch n&#246;tig ist. Ein Ergebnis, dass auch uns zu Denken geben sollte.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Landesausschuss in Pforzheim: Eckpunkte zur neuen sozialen Sicherung beschlossen</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/07/03/landesausschuss-in-pforzheim-eckpunkte-zur-neuen-sozialen-sicherung-beschlossen/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jul 2007 12:31:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hagel (Admin, KV Reutlingen)</dc:creator>
				<category><![CDATA[03 Antragsdebatte]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grundsicherung-bw.de/2007/07/03/landesausschuss-in-pforzheim-eckpunkte-zur-neuen-sozialen-sicherung-beschlossen/</guid>
		<description><![CDATA[Wie in diesem Blog bereits mehrfach angek&#252;ndigt fand am vergangenen Samstag in Pforzheim der 09. Landesausschuss von B&#252;ndnis 90 / DIE GR&#220;NEN Baden-W&#252;rttemberg statt. Dabei wurden die an einigen Stellen durch Antrag ge&#228;nderten Eckpunkte beschlossen.
Vor allem aber war es eine spannende, polarisierende und prominent besetzte Debatte um Grundeinkommen, Grundsicherung und den Weg, den die Gr&#252;nen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-andrea-klein.JPG" title="Landesausschuss Andrea spricht"></a><a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-ko-klein.JPG" title="Landesausschuss Zuhoerer"></a><a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-daniel-klein.JPG" title="Landesausschuss Daniel spricht"><img vspace="5" align="right" width="200" src="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-daniel-klein.JPG" hspace="10" alt="Landesausschuss Daniel spricht" style="width: 200px" title="Landesausschuss Daniel spricht" /></a>Wie in diesem Blog bereits <a href="http://www.grundsicherung-bw.de/2007/06/06/sieben-eckpunkte-fuer-ein-gruenes-modell-einer-neuen-sozialen-sicherung/" title="Beitrag zur Vorstellung des Eckpukntepapiers">mehrfach</a> <a href="http://www.grundsicherung-bw.de/2007/06/22/aenderungsantraege/" title="Beitrag zu den &#196;nderungsantr&#228;gen">angek&#252;ndigt</a> fand am <a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-daniel-klein.JPG" title="Landesausschuss Daniel spricht"></a>vergangenen <a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-daniel-klein.JPG" title="Landesausschuss Daniel spricht"></a>Samstag in Pforzheim der 09.<a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-daniel-klein.JPG" title="Landesausschuss Daniel spricht"></a> Landesausschuss von B&#252;ndnis 90 / DIE GR&#220;NEN Baden-W&#252;rttemberg statt. Dabei wurden die an einigen Stellen durch Antrag ge&#228;nderten Eckpunkte beschlossen.</p>
<p><a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-till-klein.JPG" title="Landesausschuss Till spricht"></a><a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-till-klein.JPG" title="Landesausschuss Till spricht"></a>Vor allem aber war es eine spannende, polarisierende und prominent besetzte Debatte um Grundeinkommen, Grundsicherung und den Weg, den die Gr&#252;nen einschlagen sollten. Zun&#228;chst f&#252;hrte <a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-till-klein.JPG" title="Landesausschuss Till spricht"></a>der Landesvorsitzende Daniel Mouratidis in die Debatte ein und stellte den Leitantrag vor.<a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-till-klein.JPG" title="Landesausschuss Till spricht"><img vspace="5" align="left" width="200" src="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-till-klein.JPG" hspace="10" alt="Landesausschuss Till spricht" style="width: 200px" title="Landesausschuss Till spricht" /></a><br />
Thomas Poreski und Kerstin Andreae lieferten sich danach einen rhetorischen Schlagabtausch f&#252;r und <a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-till-klein.JPG" title="Landesausschuss Till spricht"></a>wider eines Systemwechsels (hin zur Grundsicherung) in der Sozialpolitik. An der allgemeinen Aussprache beteiligten sich Till Westermayer, Brigitte Schmid, Fritz Kuhn, B&#228;rbl Mielich, Beate M&#252;ller-Gemmeke, Silke Krebs, Andrea Lindlohr, Biggi Bender, Raymond F&#246;jllar und Sylvia Kotting-Uhl.</p>
<p><a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-fritz-klein.JPG" title="Landesausschuss Fritz spricht"></a><a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-fritz-klein.JPG" title="Landesausschuss Fritz spricht"></a><a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-fritz-klein.JPG" title="Landesausschuss Fritz spricht"></a>Auf der einen Seite war davon die Rede, dass die Krise in welcher die Erwerbsgesellschaft steckt nicht allein durch Reformen von Hartz IV zu beheben ist. Ein bedingungsloses<a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-fritz-klein.JPG" title="Landesausschuss Fritz spricht"><img vspace="5" align="right" width="200" src="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-fritz-klein.JPG" hspace="10" alt="Landesausschuss Fritz spricht" style="width: 200px" title="Landesausschuss Fritz spricht" /></a> Grundeinkommen sei finanzierbar, gerecht und effektiv. Auf der anderen Seite argumentierten die Redner, man d&#252;rfe sich nicht vom Grundsatz l&#246;sen, dass der Staat „jenen mehr helfen muss, die es dringender ben&#246;tigen, als den anderen“ (Fritz Kuhn). Gleich viel f&#252;r alle sei ungerecht, Infrastruktur und Grundeinkommen nicht gleichzeitig bezahlbar.</p>
<p><a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-andrea-klein.JPG" title="Landesausschuss Andrea spricht"></a><a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-andrea-klein.JPG" title="Landesausschuss Andrea spricht"></a>Es wird also bis zum Beschluss im Oktober noch richtig spannend werden. Vorerst findet ja keine Festlegung auf Modelle statt – und auch keine explizite Absage. <a href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-andrea-klein.JPG" title="Landesausschuss Andrea spricht"><img vspace="5" align="left" width="200" src="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/la-andrea-klein.JPG" hspace="10" alt="Landesausschuss Andrea spricht" style="width: 200px" title="Landesausschuss Andrea spricht" /></a>Wenngleich die beschlossenen Eckpunkte den Ausschluss der Modelle von Althaus, G&#246;tz Werner und Straubhaar beinhalten, lehnten die Delegierten einen entsprechenden Antrag ab, dies auch explizit zu erw&#228;hnen. Au&#223;erdem wurden einige S&#228;tze &#252;ber „T&#228;tigkeiten jenseits der Erwerbsarbeit“ und ein „gr&#252;nes Arbeitsmarktkonzept“ erg&#228;nzt und die Erw&#228;hnung von Sanktionsma&#223;nahmen und Altersvorsorgekonto gestrichen, da (so die Antragsbegr&#252;ndung) „die Debatte ob Grundsicherung oder Grundeinkommen im Sinne der Antragsteller offen gehalten werden soll“. Erw&#228;hnt wird nun daf&#252;r ein „Recht auf Ausbildung“.</p>
<p> Den vom Landesausschuss angenommenen Beschluss findet Ihr <a target="_blank" href="http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/07/beschluss-soziale-sicherung.pdf" title="Landesausschuss Beschluss Soziale Sicherung">hier als pdf-Dokument</a>.</p>
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		<title>Bericht vom Armutskongress</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/03/14/bericht-vom-armutskongress/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2007 10:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Krebs (Landesvorstand, KV Freiburg)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Information]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon mit der Auftaktdebatte am Freitag wurde klar, dass die Meinungen der KongressteilnehmerInnen gewaltig auseinander gingen &#8211; die Ziele auch. Die eher eindimensionale Sicht auf die Position der &#8220;Basis&#8221; von Hannes Koch in der taz liegt vorallem daran, dass eine redefreudige Gruppe recht bedingungsloser Grundeinkommens-Fans da war. Ob uns mit deren sehr utopie-orientiertem Ansatz geholfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon mit der Auftaktdebatte am Freitag wurde klar, dass die Meinungen der KongressteilnehmerInnen gewaltig auseinander gingen &#8211; die Ziele auch. Die eher eindimensionale Sicht auf die Position der &#8220;Basis&#8221; von Hannes Koch in der taz liegt vorallem daran, dass eine redefreudige Gruppe recht bedingungsloser Grundeinkommens-Fans da war. Ob uns mit deren sehr utopie-orientiertem Ansatz geholfen ist, wage ich zu bezweifeln. Es gab unter den &#8220;einfachen&#8221; TeilnehmerInnen durchaus einige, die eher auf der Suche nach einem Mittelweg sind &#8211; dar&#252;ber wurde aber mehr in Gespr&#228;chen am Rande diskutiert.<br />
<span id="more-73"></span>Die allgemeine Debatte blieb leider relativ statisch (nicht nur die Sicht auf &#246;konomische Effekte), wirklicher Austausch zwischen &#8220;Hartz-IV-ReformerInnen&#8221; und Grundeinkommens-Bef&#252;rwortern blieb selten. Deutlich wurde vorallem eins: die gro&#223;e Frage f&#252;r Gr&#252;ne ist bedingungslose oder bedarfsabh&#228;ngige Soziale Sicherung. Die wirklich differenzierte Analyse, welcher Weg jeweils welche Vorteile hat, welche Gefahren birgt und wie umsetzbar w&#228;re, fehlt auch nach dem Kongress noch.<br />
Von den Foren gibt es unterschiedliche R&#252;ckmeldungen, ich habe mich im Forum von Ekin Delig&#246;z mit vielen Frauen und wenig M&#228;nnern der &#8220;Familienfrage&#8221; gewidmet. Norbert Hocke (GEW) und Uwe L&#252;bking (St&#228;dtebund) hielten jeweils spannende und engagierte Einstiegsreferate. In der Betonung von Infrastruktur und Investitionen in Bildung als Priorit&#228;t herrschte Einigkeit, Hocke warb f&#252;r eine Kindergrundsicherung. Im Forum war die Diskussion sachorientiert und interessant. Die Alternative Teilhabe- oder Verteilungsgerechtigkeit wurde bestritten, Familien brauchen Angebote (Kinderbetreuung,&#8230;) UND ein ausreichendes Finanzbudget.<br />
Ein Gedanke blieb bei mir besonders h&#228;ngen: Eine wirkliche Vereinfachung der Auszahlung von Sozialleistungen scheitere am F&#246;deralismus. L&#252;bking schlug vor, die L&#228;nder abzuschaffen und Transfers &#252;ber das Finanzamt abzuwickeln. Klingt verlockend.<br />
Mein Fazit: Die gro&#223;e Frage ist bedingungslos oder bedarfsabh&#228;ngig (die Hauptthema unseres Workshops am 28.4. in Karlsruhe sein wird). Und ich freue mich auf die deutlich pragmatischeren Debatten in Ba-W&#252;!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturtipps</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/03/13/literaturtipps/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2007 10:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva Maria Vögtle (KV Konstanz)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Information]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leute,
wie gestern Abend angek&#252;ndigt nun ein paar &#8220;handfeste&#8221; und &#8220;virtuelle&#8221; Literaturtipps rund um das Grundeinkommen.
Vanderborght,Yannick/ Philippe Van Parijs (2005): Ein Grundeinkommen f&#252;r alle? Geschichte und Zukunft eines radikalen Vorschlags, Frankfurt/New Yorck: Campus Verlag
ISBN 3-593-37889-2
Homepage des Basic Income Network (BIEN): http://www.basicincome.org
Homepage von G&#246;tz Werner und &#228;hnlich Gesinnten: http://www.unternimm-die-Zukunft.de
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leute,</p>
<p>wie gestern Abend angek&#252;ndigt nun ein paar &#8220;handfeste&#8221; und &#8220;virtuelle&#8221; Literaturtipps rund um das Grundeinkommen.</p>
<p>Vanderborght,Yannick/ Philippe Van Parijs (2005): Ein Grundeinkommen f&#252;r alle? Geschichte und Zukunft eines radikalen Vorschlags, Frankfurt/New Yorck: Campus Verlag<br />
ISBN 3-593-37889-2</p>
<p>Homepage des Basic Income Network (BIEN): http://www.basicincome.org</p>
<p>Homepage von G&#246;tz Werner und &#228;hnlich Gesinnten: http://www.unternimm-die-Zukunft.de</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Statistiken zur Erwerbst&#228;tigkeit</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/02/25/statistiken-zur-erwerbstaetigkeit/</link>
		<comments>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/02/25/statistiken-zur-erwerbstaetigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Feb 2007 22:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till Westermayer (Administration, KV Breisgau-Hochschwarzwald)</dc:creator>
				<category><![CDATA[01 Grundsatzfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit & Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.grundsicherung-bw.de/2007/02/25/statistiken-zur-erwerbstaetigkeit/</guid>
		<description><![CDATA[Beim Statistischen Bundesamt k&#246;nnen einige Zahlenreihen zur Entwicklung der Erwerbst&#228;tigkeit in Deutschland abgerufen werden. Was dort fehlt, sind lange Reihen zur Wochenstundenzeit oder zur Entlohnung. Aber auch die verf&#252;gbaren Daten sind schon recht interessant, wie die folgenden daraus generierten Schaubilder zeigen.
Per Mausklick auf das Bild gibt es das Diagramm jeweils in gro&#223; (am besten in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim <a href="http://www.destatis.de/indicators/d/lrerwueb.htm">Statistischen Bundesamt</a> k&#246;nnen einige Zahlenreihen zur Entwicklung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbsperson">Erwerbst&#228;tigkeit</a> in Deutschland abgerufen werden. Was dort fehlt, sind lange Reihen zur Wochenstundenzeit oder zur Entlohnung. Aber auch die verf&#252;gbaren Daten sind schon recht interessant, wie die folgenden daraus generierten Schaubilder zeigen.</p>
<p>Per Mausklick auf das Bild gibt es das Diagramm jeweils in gro&#223; (am besten in einem neuen Tab/neuem Fenster &#246;ffnen, um Grafik und Text &#8220;nebeneinander halten&#8221; zu k&#246;nnen).</p>
<p>
<a href='http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/02/ausschoepfung.png' title='Aussch&#246;pfungsquote'><img class="alignleft" src='http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/02/ausschoepfung.thumbnail.png' alt='Aussch&#246;pfungsquote' /></a>Abbildung 1 zeigt den <strong>Anteil der Erwerbst&#228;tigen </strong>(abh&#228;ngige Besch&#228;ftigte + Selbstst&#228;ndige) <strong>bezogen auf die Erwerbspersonen</strong> (d.h. grob gesagt: Erwerbst&#228;tige + vermittelbare Arbeitslose), zum einen insgesamt (blau) und zum anderen getrennt nach Geschlecht (gelb/rosa). Deutlich wird hier, wie diese Quote tendenziell &#8212; in mehren Phasen &#8212; nach unten geht (ab 1991 dann f&#252;r Gesamtdeutschland), oder anders gesagt, die Arbeitslosigkeit zunimmt. ((Achtung: die Skala f&#228;ngt erst bei 80% an, ist also nicht ganz so dramatisch, wie es auf den ersten Blick aussieht!))</p>
<p><span id="more-54"></span></p>
<p>
<a href='http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/02/quote-bev.png' title='Erwerbst&#228;tigkeit bezogen auf die Bev&#246;lkerung'><img class="alignleft" src='http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/02/quote-bev.thumbnail.png' alt='Erwerbst&#228;tigkeit bezogen auf die Bev&#246;lkerung' /></a>Abbildung 2 nimmt die selben Daten &#252;ber die Erwerbst&#228;tigen und weist den <strong>Anteil der Erwerbst&#228;tigen an der Gesamtbev&#246;lkerung </strong>(inkl. Kinder und RentnerInnen) aus. In dieser Betrachtungsweise sind immer etwa 45 % der Bev&#246;lkerung erwerbst&#228;tig. Was sich allerdings &#228;ndert, sind die Geschlechterverh&#228;ltnisse: &#252;ber den ganzen langen Zeitraum betrachtet, sinkt die Erwerbst&#228;tigenquote an der m&#228;nnlichen Bev&#246;lkerung von fast 60 auf unter 50 %, gleichzeitig steigt der Anteil erwerbst&#228;tiger Frauen an allen Frauen von 30 auf fast 40 % &#8212; vor allem auch ein Effekt der deutschen Vereinigung. Seit etwa 2000 nimmt der Anteil der Arbeitenden an der Gesamtbev&#246;lkerung in allen drei Betrachtungsweisen leicht ab.
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<p>Zur Interpretation der Daten w&#228;re es allerdings wichtig, was f&#252;r Erwerbst&#228;tigkeit sich hinter diesen Zahlen verbirgt. Dazu gibt es nicht sehr viele Daten als lange Zeitreihen auf destatis.de, und ich war zu faul, jetzt noch andere Quellen zu suchen und zu vergleichen. Deswegen l&#228;sst sich wenig dar&#252;ber aussagen, ob sich hinter der relativ gleichbleibenden Erwerbst&#228;tigenquote ein qualitativer Wandel der Arbeit (&#8220;Nichtnormalarbeit&#8221;) verbirgt, wie es viele annehmen, oder ob dies nicht der Fall ist. Interessant &#8212; und schon ein bi&#223;chen in diese Richtung gehend &#8212; sind jedenfalls noch zwei Datenreihen:</p>
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<a href='http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/02/sektoren.png' title='Erwerbst&#228;tigkeit nach Sektoren'><img class="alignleft" src='http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/02/sektoren.thumbnail.png' alt='Erwerbst&#228;tigkeit nach Sektoren' /></a>Abbildung 3 zeigt die <strong>Aufteilung der Erwerbst&#228;tigkeit nach Sektoren </strong>(hier jeweils absolut dargestellt, d.h. in Millionen Personen). 1990 ist wiederum ein Statistikbruch aufgrund der deutschen Vereinigung. Kurz gesagt: die Anzahl der im prim&#228;ren Sektor (Land- und Forstwirtschaft) arbeitenden Menschen sinkt ziemlich kontinuierlich seit 1957. Die Zahl der im sekund&#228;ren Sektor (Produktion) T&#228;tigen sinkt seit den 1960er Jahren leicht und seit der Vereinigung rapide, d.h. heute sind im Produktionssektor etwa 11 Mio. von 35,5 Mio. Erwerbst&#228;tigen besch&#228;ftigt (30,8 %), w&#228;hrend es 1975 in Westdeutschland 12 Mio. von 16 Mio. waren (46,5 %). Die sinkende relative Bedeutung des sekund&#228;ren Sektors ist allerdings nicht nur ein Effekt der deutschen Vereinigung, sondern seit Ende der 1960er Jahre zu beobachten. Entsprechend zugenommen hat dagegen in den letzten vierzig Jahren die Besch&#228;ftigung im terti&#228;ren Sektor (Dienstleistung). W&#228;hrend 1957 etwa ein Drittel aller Erwerbst&#228;tigen im Dienstleistungssektor t&#228;tig waren, sind es inzwischen zwei Drittel &#8212; oder 23,9 Mio. Menschen. Bei einer Ausweitung der Erwerbst&#228;tigkeit insgesamt relativ proportional zur Bev&#246;lkerungsentwicklung (in Westdeutschland 1957 54 Mio. Menschen, 1977 61 Mio. Menschen und 1997 67 Mio. Menschen + 15 Mio. Menschen durch die Vereinigung) nimmt die relative Bedeutung des Dienstleistungssektors zu Lasten der anderen beiden Sektoren deutlich zu. Wie z.B. Manuel Castells zu Recht anmerkt, ist der Begriff &#8220;Dienstleistungssektor&#8221; mit Skepsis zu betrachten. Als Residualkategorie umfasst der Dienstleistungssektor T&#228;tigkeiten von der McDonalds-Aushilfe &#252;ber KrankenpflegerInnen bis zum outgesourcten Softwareentwicklungsteam; auch die Art und Weise, wie festgestellt wird, welchem Sektor eine erwerbst&#228;tige Person zuzurechnen ist, ist nicht ganz problemlos. Trotzdem bleibt festzustellen, dass bei absolut etwa gleichbleibender Erwerbst&#228;tigenzahl die relative Bedeutung des produzierenden Gewerbes (und erst Recht der Land- und Forstwirtschaft) deutlich zur&#252;ckgegangen ist.
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<a href='http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/02/status.png' title='Erwerbst&#228;tigkeit nach Status'><img class="alignleft" src='http://www.grundsicherung-bw.de/wp-content/uploads/2007/02/status.thumbnail.png' alt='Erwerbst&#228;tigkeit nach Status' /></a>Abbildung 4 schlie&#223;lich differenziert die <strong>Erwerbst&#228;tigen nach beruflichem Status</strong>, also nach den drei Kategorien Selbstst&#228;ndige, abh&#228;ngig Besch&#228;ftigte (ArbeiterInnen, Angestellte, BeamtInnen) und mithelfende Familienangeh&#246;rige. Dargestellt sind wiederum die absoluten Zahlen (mit Statistikbruch 1990/91). Die sinkende Bedeutung mithelfender Familienangeh&#246;riger h&#228;ngt mit der sinkenden Besch&#228;ftigungswirksamkeit der Land- und Forstwirtschaft zusammen. Bis 1990 nimmt die Zahl der Selbstst&#228;ndigen leicht ab. Ab dann nimmt ihre Zahl zu. 2004 ist etwa jede/r zehnte der Erwerbst&#228;tigen selbstst&#228;ndig t&#228;tig (3,9 Mio. Menschen). Hierf&#252;r sind sicherlich Trends wie Outsourcing, erleichterte Existenzgr&#252;ndung usw. wichtig &#8212; interessant w&#228;re wiederum, wie viele dieser 3,9 Mio. Menschen Klein- und Kleinstselbst&#228;ndige sind. Die gro&#223;e Masse der Erwerbst&#228;tigen (2004: 88,1 % = 31,4 Mio. Menschen) ist dagegen als ArbeiterIn, Angestellte oder BeamtIn abh&#228;ngig besch&#228;ftigt. W&#228;hrend diese Zahl allerdings bis 1990 gestiegen ist, ist sie seit der Vereinigung tendenziell am Sinken. Unklar ist in dieser Darstellung, wie weit dies vor allem ein Folgeproblem der Vereinigung darstellt (vgl. auch den massiven Abbau von 1991-1995). Ebenfalls fehlen hier die M&#246;glichkeiten, zu bewerten, was f&#252;r T&#228;tigkeiten genau sich hinter der gro&#223;en Masse abh&#228;ngiger Besch&#228;ftigung verbergen.</p>
<p>Nachtrag: Interessant zur aktuellen Arbeitsmarktsituation ist folgende <a href="http://www.destatis.de/presse/deutsch/pk/2006/ilo_schaubilder_i.pdf">Datei (pdf)</a>, auf die &#8220;albert&#8221; uns hingewiesen hat.</p>
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		<title>Besonderer Blick auf junge Menschen – Recht auf Ausbildung!</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Feb 2007 17:24:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate Müller-Gemmeke (Landesvorstand, KV Reutlingen)</dc:creator>
				<category><![CDATA[01 Grundsatzfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit & Beschäftigung]]></category>
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		<description><![CDATA[In verschiedenen Kommentaren ist zu lesen, dass man bei der Debatte um eine Grundsicherung / Grundeinkommen die Menschen nicht in verschiedene Gruppen auseinander dividieren sollte. Dem m&#246;chte ich widersprechen. Ich meine, wir m&#252;ssen uns sehr wohl die Wirkungen einer GS/GE auf gesellschaftliche Gruppierungen ansehen und sehr genau &#252;berlegen, ob es zu negativen Auswirkungen kommen kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In verschiedenen Kommentaren ist zu lesen, dass man bei der Debatte um eine Grundsicherung / Grundeinkommen die Menschen nicht in verschiedene Gruppen auseinander dividieren sollte. Dem m&#246;chte ich widersprechen. Ich meine, wir m&#252;ssen uns sehr wohl die Wirkungen einer GS/GE auf gesellschaftliche Gruppierungen ansehen und sehr genau &#252;berlegen, ob es zu negativen Auswirkungen kommen kann bzw. ob eine GS/GE schlichtweg zu kurz greift. Der Hintergrund – pauschale L&#246;sungen bergen die Gefahr, dass es erneut VerliererInnen geben kann und ich denke, wir sind uns einig, dass wir genau dieses nicht wollen. Mit diesem Beitrag m&#246;chte ich den Blick auf junge Menschen richten. <span id="more-44"></span><br />
Das Wissen &#252;ber das Ausma&#223; der Jugendarbeitslosigkeit und &#252;ber das Ausbildungsplatzproblem setze ich jetzt einfach voraus und verzichte auf aktuelle Zahlen. Aber ganz ohne Zahlen komme ich dann doch nicht aus und m&#246;chte auf den <strong>baden-w&#252;rttembergischen </strong>Mikrozensus vom M&#228;rz 2004 aufmerksam machen. Es geht um die 15-25J&#228;hrigen (1.250.000 Personen) und ganz konkret um diejenigen, die in dieser Altersgruppe keinen Ausbildungsabschluss haben (890.000 Personen). Die gr&#246;&#223;te Zahl sind nat&#252;rlich die Nichterwerbspersonen, n&#228;mlich 550.000 (Schule, Studium etc.) – aber in dieser Zahl verstecken sich nat&#252;rlich auch all die jungen Menschen, die schulische Warteschleifen drehen z.B. im BVJ oder anderen Ma&#223;nahmen. Entscheidend ist aber, dass 300.000 berufst&#228;tig und 39.000 arbeitslos waren – und zwar je ohne berufliche Ausbildung. Erschreckend ist dieses Ergebnis nicht nur wegen der H&#246;he der Zahl, sondern auch im Vergleich zu den anderen Altersgruppen, die deutlicher weniger Menschen ohne Ausbildung aufzeigen. Erschreckend ist die Zahl insbesondere auch deshalb, weil diese 300.000 junge Menschen als Ungelernte in Bereichen arbeiten, die weiter durch Rationalisierungsdruck und Betriebsverlagerungen bedroht sind und eines ist sicher und bekannt: Das h&#246;chste Risiko f&#252;r Langzeitarbeitslosigkeit ist und bleibt eine fehlende Ausbildung.<br />
Jetzt kann die Antwort sein, jeder bekommt eine Grundsicherung oder ein Grundeinkommen und damit sind auch junge Menschen abgesichert. Nat&#252;rlich m&#252;ssen diese jungen Menschen in diesem Sinne finanziell abgesichert werden. Aber finanzielle Absicherung ist zu wenig!<br />
Oben das sind lediglich die nackten Zahlen und sagen &#252;ber das eigentliche Ausma&#223; des Problems noch viel zu wenig aus. Schon lange sprechen wir nicht mehr &#252;ber die so genannten benachteiligten jungen Menschen, denn 80% der arbeitslosen Jugendlichen haben einen Haupt- und Realschulabschluss. Ganze Hauptschulklassen werden am Ende ihrer Schulzeit ohne berufliche Perspektive ins Leben entlassen. Berufliche Tr&#228;ume und W&#252;nsche l&#246;sen sich f&#252;r junge Menschen wie Seifenblasen auf und demotivieren diejenigen, die mit der Gewissheit des gleichen Schicksals folgen. Dabei sprechen wir &#252;ber junge Menschen, die sich in der aufregenden, aber auch schwierigen, Lebensphase befinden, den Schritt in die Erwachsenenwelt zu machen. Viele sind motiviert und doch erleben sie – der Platz f&#252;r sie in der Gesellschaft ist nicht vorhanden &#8211; man braucht sie nicht. Ganz schlimm wird es dann, wenn die n&#228;chste Illusion zerplatzt, n&#228;mlich wenn nach einer schulischen Warteschleife ein weiteres Mal der Ausbildungsplatz fehlt.<br />
Meine Frage ist hier nun – reicht es aus, diesen jungen Menschen ausschlie&#223;lich Geld in die Hand zu geben? Ich rede hier nicht &#252;ber Gymnasiasten oder Studenten, die schon &#228;lter sind und viele Impulse f&#252;r ihr Leben erhalten haben. Ich rede &#252;ber 15- bis 18-j&#228;hrige Jugendliche.<br />
Ich gehe bei diesen Gedanken auch nicht von Visionen aus, wie eine Gesellschaft und wie ein sinnerf&#252;lltes Leben in meinen Augen aussehen k&#246;nnte. Ich bin hier ganz pragmatisch und realistisch und gehe davon aus, dass noch eine lange Zeit Identifikation und Selbstwertgef&#252;hl in gro&#223;em Ma&#223;e &#252;ber Erwerbsarbeit erreicht wird.<br />
Ganz realistisch sehe ich dar&#252;ber hinaus, dass wir in einer individualisierten Fun-Gesellschaft leben und das Konsumdenken eine gro&#223;e Rolle spielt. Gerade junge Menschen sind dem durch unsere Medienwelt extrem ausgesetzt. Meine Frage: Reicht eine GS/GE somit den jungen Menschen?<br />
Zudem – in diesem ganzen Zusammenhang geht es dabei um junge Menschen, die unsere Gesellschaft in 20 Jahre pr&#228;gen werden – insbesondere wenn man den demografischen Wandel im Auge hat.<br />
Meine Meinung ist dazu eindeutig: Eine GS/GE reicht nicht aus. Ich habe schon an anderer Stelle gefordert, dass wir ein „Recht auf Ausbildung“ brauchen. Damit meine ich keine Zwangsausbildung, sondern dass all diejenigen, die eine Ausbildung machen wollen, dies auch machen k&#246;nnen!<br />
Und damit bin ich wieder ganz konkret bei unserer Grundsicherungsdebatte. Haben wir Gr&#252;ne auch solche Ziele? Dann m&#252;ssen wir diese in der Debatte formulieren. Am Ende der Debatte m&#252;ssen wir n&#228;mlich ein Modell entwickeln, das alle Ziele umfasst. Insbesondere bei der Debatte &#252;ber die Finanzierung m&#252;ssen notwendige Begleitkonzepte (wie beispielsweise ein Recht auf Ausbildung) mitbedacht werden, um VerliererInnen zu vermeiden. </p>
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