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	<title>Kommentare zu: &#220;ber 40% f&#252;rs gr&#252;ne Grundeinkommen (Update 2)</title>
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	<description>Ein Diskussionsblog der Grünen Baden-Württemberg</description>
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		<item>
		<title>Von: Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/25/ueber-40-fuers-gruene-grundeinkommen/#comment-6778</link>
		<dc:creator>Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 20:32:42 +0000</pubDate>
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		<description>Egalit&#228;re Sozialpolitiker. In den Mailinglisten stand folgender Text:
On 27 Feb 2008 
&gt; Aus der heutigen Die Welt: 
&gt; 
&gt; &quot;Die Spitzenpolitikerin (Krista Sager) beobachtet mit Sorge, wie in 
&gt; ihrer Partei eine starke Fraktion „egalit&#228;rer Sozialpolitiker&quot; 
&gt; Auftrieb habe, die „jeglichen Leistungsgedanken aus den 
&gt; Sozialtransfers heraushalten wollen&quot;, mit entsprechenden Forderungen 
&gt; nach einer bedingungslosen Grundversorgung. Das geht nat&#252;rlich mit 
&gt; der Union gar nicht.&quot; 
 

Hierauf die Antwort von Wolfgang Strengmann-Kuhn vom 19.3.2008 im Rheinischer Merkur. 

http://www.rheinischer-merkur.de/index.php?id=26984 

Als ich das Zeitungszitat &#252;ber Christa Saga erstmals gelesen hatte, hatte ich das sofort danach wieder vergessen, weil ich keine &quot;egalit&#228;ren Sozialpolitiker&quot; kenne. Aber jetzt will ich das Thema doch noch vertiefen. Also &quot;egalit&#228;re Sozialpolitiker&quot;, was ist das und wer k&#246;nnte damit gemeint gewesen sein? Das Wort &quot;egalit&#228;r&quot; kommt von &quot;gleich&quot;, also es m&#252;sste sich um Sozialpolitiker handeln, die &quot;Gleichheit&quot; anstreben. Aber Einkommensgleichheit kann damit nicht gemeint sein, weil das bedeuten w&#252;rde, dass es Politiker g&#228;be, die ein Einheitseinkommen fordern w&#252;rden. Die gibt es aber nicht, und ich kann mir nicht vorstellen, dass Christa Saga das denkt, dass Politiker ein Einheitseinkommen fordern w&#252;rden. Also wenn das damit nicht gemeint sein kann, dann ist der Begriff &quot;egalit&#228;re Sozialpolitiker&quot; vielleicht eine polemisch &#252;berzogene &#196;u&#223;erung gegen Sozialpolitiker, die das Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich wieder verringern wollen. Das ist allerdings kein speziell gr&#252;nes Ph&#228;nomen, sondern geht von der Gesamtgesellschaft und den Massenmedien aus, die das extreme Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich seit der rotgr&#252;nen Regierungszeit schon bis in die Hauptnachrichtensendungen gebracht haben. Allerdings hat das keinen speziellen Bezug zum Grundeinkommen, sondern das wollen die Grundsicherungsbef&#252;rworter auch wieder &#228;ndern, und ich hab da jedenfalls keinen Unterschied zwischen Grundsicherungsbef&#252;rwortern und Grundeinkommensbef&#252;rwortern festgestellt. Jedenfalls nicht bei den Gr&#252;nen, aber die Grundeinkommensrichtungen von G&#246;tz Werner, Dieter Althaus und Straubhaar streben gar keine Verringerung von Einkommensunterschieden an, sondern teilweise genau im Gegenteil, deshalb sagt ein Grundeinkommen an sich noch gar nichts dar&#252;ber aus, ob das mit einer Verringerung oder Vergr&#246;&#223;erung von Einkommensunterschieden verbunden ist.
Also wenn der Begriff &quot;egalit&#228;re Sozialpolitiker&quot; irgendwas mit Verringerung von Einkommensunterschieden zu tun hat, dann ist das eine Polemik gegen einen Gro&#223;teil der Bev&#246;lkerung, die die Unterschiede wieder verringern will und steht in keinem sachlich zutreffenden Zusammenhang zum Bedingungslosen Grundeinkommen.
Kommen wir nun zum n&#228;chsten Abschnitt der Aussage:&quot;...die jeglichen Leistungsgedanken aus den Sozialtransfers heraushalten wollen.&quot; Genauer muss es hei&#223;en:&quot;...die jeglichen Leistungsgedanken aus der Grundversorgung heraushalten wollen.&quot; Das ist allerdings wahr und hier hat auch ein vertiefter Erkenntnisprozess der gr&#252;nen Programmatik stattgefunden, n&#228;mlich dass der Grundbedarf zum Leben unantastbar ist und nicht entzogen werden darf. Dies stand bereits im Gr&#252;nen Grundsatzprogramm, als vom Grundeinkommen noch gar keine Rede war und ist auf der letzten BDK erneut best&#228;tigt worden. Dieses hat mit egalit&#228;rer Sozialpolitik nichts zu tun, sondern entspringt der Universalit&#228;t und Unantastbarkeit der Menschenw&#252;rde.  
Mein Fazit aus dem Zitat, - wenn Christa Saga das &#252;berhaupt so gesagt hat, weil man sich auf Zeitungen nicht verlassen kann,- aber wenn sie das so gesagt hat, dann hat sie damit die Gr&#252;nen beleidigt, nicht nur die Grundeinkommensbef&#252;rworter, und hat gegen das Grundsatzprogramm versto&#223;en.
Das alleine w&#228;re f&#252;r mich nicht der Rede wert gewesen, aber mir ist eingefallen, dass Grundeinkommensbef&#252;rworter in der Bundestagsfraktion sicherlich einen schweren Stand haben und mobbinggef&#228;hrdet sind. Deshalb m&#252;ssen wir einer Grundeinkommenskritik aus der Bundestagsfraktion, die sich gegen Personen richtet, offensiv entgegentreten.
Au&#223;erdem bin ich ver&#228;rgert, weil uns die Abwehr gegen unqualifizierte Vorw&#252;rfe in der n&#246;tigen Sacharbeit aufh&#228;lt. N&#228;mlich der Frage, wie wir damit umgehen wollen, dass die Behauptung von Althaus, dass 600 Euro das soziokulturelle Existenzminimum sei, gelogen ist. Wenn man zur Bestimmung des Existenzminimums an Wohnkosten die Zahl aus dem steuerfreien Existenzminimums heranzieht, das ist falsch, weil die Zahl Haken und &#214;sen enth&#228;lt, und wenn man die Zahl aus der Wohnkostenstatistik der BA nimmt, das ist auch falsch, weil dort Leute aus Single-Bedarfsgemeinschaften als &quot;Alleinstehende&quot; gef&#252;hrt werden, aber &quot;Alleinwohnende&quot; gar nicht aufgef&#252;hrt sind, die ganz andere Kosten haben. Einen von diesen Fehlern hat Althaus gemacht, bzw. beide hintereinander. Ich habe nichts gegen Althaus pers&#246;nlich, und es f&#228;llt mir auch schwer, das st&#228;rkste Zugpferd f&#252;r das Grundeinkommen zu besch&#228;digen, aber deswegen kann ich nicht einen sozialpolitischen Fehler verschweigen, der schwerwiegendes Elend nach sich ziehen w&#252;rde.
Ich hab jetzt vorl&#228;ufig keine Zeit zu antworten, falls hier jemand antwortet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Egalit&#228;re Sozialpolitiker. In den Mailinglisten stand folgender Text:<br />
On 27 Feb 2008<br />
&gt; Aus der heutigen Die Welt:<br />
&gt;<br />
&gt; &#8220;Die Spitzenpolitikerin (Krista Sager) beobachtet mit Sorge, wie in<br />
&gt; ihrer Partei eine starke Fraktion „egalit&#228;rer Sozialpolitiker&#8221;<br />
&gt; Auftrieb habe, die „jeglichen Leistungsgedanken aus den<br />
&gt; Sozialtransfers heraushalten wollen&#8221;, mit entsprechenden Forderungen<br />
&gt; nach einer bedingungslosen Grundversorgung. Das geht nat&#252;rlich mit<br />
&gt; der Union gar nicht.&#8221; </p>
<p>Hierauf die Antwort von Wolfgang Strengmann-Kuhn vom 19.3.2008 im Rheinischer Merkur. </p>
<p><a href="http://www.rheinischer-merkur.de/index.php?id=26984" rel="nofollow"></a><a href='http://www.rheinischer-merkur.de/index.php?id=26984'>http://www.rheinischer-merkur.de/index.php?id=26984</a> </p>
<p>Als ich das Zeitungszitat &#252;ber Christa Saga erstmals gelesen hatte, hatte ich das sofort danach wieder vergessen, weil ich keine &#8220;egalit&#228;ren Sozialpolitiker&#8221; kenne. Aber jetzt will ich das Thema doch noch vertiefen. Also &#8220;egalit&#228;re Sozialpolitiker&#8221;, was ist das und wer k&#246;nnte damit gemeint gewesen sein? Das Wort &#8220;egalit&#228;r&#8221; kommt von &#8220;gleich&#8221;, also es m&#252;sste sich um Sozialpolitiker handeln, die &#8220;Gleichheit&#8221; anstreben. Aber Einkommensgleichheit kann damit nicht gemeint sein, weil das bedeuten w&#252;rde, dass es Politiker g&#228;be, die ein Einheitseinkommen fordern w&#252;rden. Die gibt es aber nicht, und ich kann mir nicht vorstellen, dass Christa Saga das denkt, dass Politiker ein Einheitseinkommen fordern w&#252;rden. Also wenn das damit nicht gemeint sein kann, dann ist der Begriff &#8220;egalit&#228;re Sozialpolitiker&#8221; vielleicht eine polemisch &#252;berzogene &#196;u&#223;erung gegen Sozialpolitiker, die das Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich wieder verringern wollen. Das ist allerdings kein speziell gr&#252;nes Ph&#228;nomen, sondern geht von der Gesamtgesellschaft und den Massenmedien aus, die das extreme Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich seit der rotgr&#252;nen Regierungszeit schon bis in die Hauptnachrichtensendungen gebracht haben. Allerdings hat das keinen speziellen Bezug zum Grundeinkommen, sondern das wollen die Grundsicherungsbef&#252;rworter auch wieder &#228;ndern, und ich hab da jedenfalls keinen Unterschied zwischen Grundsicherungsbef&#252;rwortern und Grundeinkommensbef&#252;rwortern festgestellt. Jedenfalls nicht bei den Gr&#252;nen, aber die Grundeinkommensrichtungen von G&#246;tz Werner, Dieter Althaus und Straubhaar streben gar keine Verringerung von Einkommensunterschieden an, sondern teilweise genau im Gegenteil, deshalb sagt ein Grundeinkommen an sich noch gar nichts dar&#252;ber aus, ob das mit einer Verringerung oder Vergr&#246;&#223;erung von Einkommensunterschieden verbunden ist.<br />
Also wenn der Begriff &#8220;egalit&#228;re Sozialpolitiker&#8221; irgendwas mit Verringerung von Einkommensunterschieden zu tun hat, dann ist das eine Polemik gegen einen Gro&#223;teil der Bev&#246;lkerung, die die Unterschiede wieder verringern will und steht in keinem sachlich zutreffenden Zusammenhang zum Bedingungslosen Grundeinkommen.<br />
Kommen wir nun zum n&#228;chsten Abschnitt der Aussage:&#8221;&#8230;die jeglichen Leistungsgedanken aus den Sozialtransfers heraushalten wollen.&#8221; Genauer muss es hei&#223;en:&#8221;&#8230;die jeglichen Leistungsgedanken aus der Grundversorgung heraushalten wollen.&#8221; Das ist allerdings wahr und hier hat auch ein vertiefter Erkenntnisprozess der gr&#252;nen Programmatik stattgefunden, n&#228;mlich dass der Grundbedarf zum Leben unantastbar ist und nicht entzogen werden darf. Dies stand bereits im Gr&#252;nen Grundsatzprogramm, als vom Grundeinkommen noch gar keine Rede war und ist auf der letzten BDK erneut best&#228;tigt worden. Dieses hat mit egalit&#228;rer Sozialpolitik nichts zu tun, sondern entspringt der Universalit&#228;t und Unantastbarkeit der Menschenw&#252;rde.<br />
Mein Fazit aus dem Zitat, &#8211; wenn Christa Saga das &#252;berhaupt so gesagt hat, weil man sich auf Zeitungen nicht verlassen kann,- aber wenn sie das so gesagt hat, dann hat sie damit die Gr&#252;nen beleidigt, nicht nur die Grundeinkommensbef&#252;rworter, und hat gegen das Grundsatzprogramm versto&#223;en.<br />
Das alleine w&#228;re f&#252;r mich nicht der Rede wert gewesen, aber mir ist eingefallen, dass Grundeinkommensbef&#252;rworter in der Bundestagsfraktion sicherlich einen schweren Stand haben und mobbinggef&#228;hrdet sind. Deshalb m&#252;ssen wir einer Grundeinkommenskritik aus der Bundestagsfraktion, die sich gegen Personen richtet, offensiv entgegentreten.<br />
Au&#223;erdem bin ich ver&#228;rgert, weil uns die Abwehr gegen unqualifizierte Vorw&#252;rfe in der n&#246;tigen Sacharbeit aufh&#228;lt. N&#228;mlich der Frage, wie wir damit umgehen wollen, dass die Behauptung von Althaus, dass 600 Euro das soziokulturelle Existenzminimum sei, gelogen ist. Wenn man zur Bestimmung des Existenzminimums an Wohnkosten die Zahl aus dem steuerfreien Existenzminimums heranzieht, das ist falsch, weil die Zahl Haken und &#214;sen enth&#228;lt, und wenn man die Zahl aus der Wohnkostenstatistik der BA nimmt, das ist auch falsch, weil dort Leute aus Single-Bedarfsgemeinschaften als &#8220;Alleinstehende&#8221; gef&#252;hrt werden, aber &#8220;Alleinwohnende&#8221; gar nicht aufgef&#252;hrt sind, die ganz andere Kosten haben. Einen von diesen Fehlern hat Althaus gemacht, bzw. beide hintereinander. Ich habe nichts gegen Althaus pers&#246;nlich, und es f&#228;llt mir auch schwer, das st&#228;rkste Zugpferd f&#252;r das Grundeinkommen zu besch&#228;digen, aber deswegen kann ich nicht einen sozialpolitischen Fehler verschweigen, der schwerwiegendes Elend nach sich ziehen w&#252;rde.<br />
Ich hab jetzt vorl&#228;ufig keine Zeit zu antworten, falls hier jemand antwortet.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/25/ueber-40-fuers-gruene-grundeinkommen/#comment-6543</link>
		<dc:creator>Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 13:17:47 +0000</pubDate>
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		<description>Einen Denkansto&#223; muss ich noch hinzuf&#252;gen. Und zwar glaube ich, dass bei uns ein unterschiedliches Verst&#228;ndnis von &quot;Emanzipativer Sozialpolitik&quot; besteht. Zu Beginn unserer Regierungszeit habe ich Texte aus dem Umfeld der Bundestagsfraktion gelesen, aus denen ich den Eindruck gewonnen habe, dass Emanzipation mit Erwerbst&#228;tigkeit gleichgesetzt wird. Also dass es bei &quot;Emanzipativer Sozialpolitik&quot; vorrangig darum ginge, die Leute in Erwerbsarbeit zu bringen. Diese Auffassung hab ich mir mit der &#228;lteren Frauenbewegung erkl&#228;rt, die auch bei den Gr&#252;ndergr&#252;nen stark war. In unserem Grundsatzprogramm steht an anderer Stelle, dass fr&#252;her die Frauen sich den Zugang zu Erwerbsarbeit erk&#228;mpt h&#228;tten, weil die Gesellschaft irgendwas dagegen hatte. Das war vor meiner Zeit und zu der Zeit gab es noch nicht das Problem der Massenarbeitslosigkeit. Arbeitslosigkeit mit Unemanzipiertheit gleichzusetzen ist falsch.
Und dann, ein paar Jahre sp&#228;ter, da war Katrin G&#246;ring-Eckhard Fraktionsvorsitzende und hat im Fernsehn gesagt, dass Transferempf&#228;nger &quot;Alimentierte&quot; seien. Das war ein erschreckend neuer Tonfall im gr&#252;nen Vokabular. Diesen Begriff auf Erwachsene anzuwenden ist diskriminierend. Und erschreckenderweise ist der Begriff dann wieder im Kommissionsbericht der Grundsicherungsgruppe (nicht der Grundeinkommensgruppe) von letztem Jahr wieder aufgetaucht.
Dann war ich heilfroh, dass bei den Antr&#228;gen zur BDK Robert Zion klargestellt hat, dass das Grundeinkommen emanzipativ ist. 
Und dann, vor einigen Wochen hat ein verwunderter Schreiber in der Gr&#252;nen Mailingliste Grundeinkommen geschrieben, Fritz Kuhn h&#228;tte im Fernsehn gesagt, ein Emanzipativer Sozialstaat w&#228;re &quot;Hilfe zur Selbsthilfe&quot;, womit er Erwerbsarbeit meinte. Das h&#228;tte er von einem italienischen Philosopen, von dem auch der Name genannt war, den ich aber jetzt nich finde, weil ich die Mail beim besten Willen nicht mehr wiederfinde, obwohl das sehr wichtig w&#228;re. Aber ein Grundeinkommen w&#228;re erst recht und ganz zentral Hilfe zur Selbsthilfe.
Jetzt will ich mal sagen, was ich unter Emanzipation verstehe: Materielle Emanzipation ist nicht m&#246;glich, weil Autarkie des Einzelnen gar nicht geht, sondern der Mensch immer in einem Geflecht von Abh&#228;ngigkeiten organisiert ist. Und geistige Emanzipation ist dasselbe, was Kant unter Aufkl&#228;rung versteht:
&quot;Aufkl&#228;rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unm&#252;ndigkeit. Unm&#252;ndigkeit ist das Unverm&#246;gen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unm&#252;ndigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschlie&#223;ung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.&quot;
Der Staat hat keinen Erziehungsauftrag f&#252;r Erwachsene. Er sollte neben einem Grundeinkommen den freien Zugang zu Informationen garantieren (Bildungs- und Beratungsangebote, Bibliotheken, kostenloser Internetanschluss) und sollte die propagandistische Ausrichtung des Ministeriums f&#252;r Arbeit und Soziales in eine aufkl&#228;rende Ausrichtung korrigieren.

Jetzt will ich hier noch zwei Seiten verlinken, auf denen ich auf der Suche nach News &#246;fters vorbeischaue. Auf der Seite von Robert Zion steht zur Zeit ein wichtiger Text &#252;ber die Frage &quot;Was ist heute links?&quot; oben rechts. Dazu will ich ein andermal schreiben.
http://www.robert-zion.de/

Dann eine Seite von Wolfgang Strengmann-Kuhn.
http://www.strengmann-kuhn.de/
Dort steht auch das neue Strategie-Papier von Gr&#252;nen der h&#246;heren Funktion&#228;rsebene. Darin taucht auch der Begriff &quot;Alternative&quot; auf, was f&#252;r mich sehr anheimelnd klingt, weil das ein Zentralbegriff aus meiner gr&#252;nen Sozialisation ist, und ich hoffe, dass der Begriff auch heute noch bei den Gr&#252;nen mainstreamf&#228;hig ist.

Die Seite von Markus Kurth ist auch sehr gut. Er macht eine qualifizierte Fachpolitik, obwohl er Grundeinkommensgegner ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Denkansto&#223; muss ich noch hinzuf&#252;gen. Und zwar glaube ich, dass bei uns ein unterschiedliches Verst&#228;ndnis von &#8220;Emanzipativer Sozialpolitik&#8221; besteht. Zu Beginn unserer Regierungszeit habe ich Texte aus dem Umfeld der Bundestagsfraktion gelesen, aus denen ich den Eindruck gewonnen habe, dass Emanzipation mit Erwerbst&#228;tigkeit gleichgesetzt wird. Also dass es bei &#8220;Emanzipativer Sozialpolitik&#8221; vorrangig darum ginge, die Leute in Erwerbsarbeit zu bringen. Diese Auffassung hab ich mir mit der &#228;lteren Frauenbewegung erkl&#228;rt, die auch bei den Gr&#252;ndergr&#252;nen stark war. In unserem Grundsatzprogramm steht an anderer Stelle, dass fr&#252;her die Frauen sich den Zugang zu Erwerbsarbeit erk&#228;mpt h&#228;tten, weil die Gesellschaft irgendwas dagegen hatte. Das war vor meiner Zeit und zu der Zeit gab es noch nicht das Problem der Massenarbeitslosigkeit. Arbeitslosigkeit mit Unemanzipiertheit gleichzusetzen ist falsch.<br />
Und dann, ein paar Jahre sp&#228;ter, da war Katrin G&#246;ring-Eckhard Fraktionsvorsitzende und hat im Fernsehn gesagt, dass Transferempf&#228;nger &#8220;Alimentierte&#8221; seien. Das war ein erschreckend neuer Tonfall im gr&#252;nen Vokabular. Diesen Begriff auf Erwachsene anzuwenden ist diskriminierend. Und erschreckenderweise ist der Begriff dann wieder im Kommissionsbericht der Grundsicherungsgruppe (nicht der Grundeinkommensgruppe) von letztem Jahr wieder aufgetaucht.<br />
Dann war ich heilfroh, dass bei den Antr&#228;gen zur BDK Robert Zion klargestellt hat, dass das Grundeinkommen emanzipativ ist.<br />
Und dann, vor einigen Wochen hat ein verwunderter Schreiber in der Gr&#252;nen Mailingliste Grundeinkommen geschrieben, Fritz Kuhn h&#228;tte im Fernsehn gesagt, ein Emanzipativer Sozialstaat w&#228;re &#8220;Hilfe zur Selbsthilfe&#8221;, womit er Erwerbsarbeit meinte. Das h&#228;tte er von einem italienischen Philosopen, von dem auch der Name genannt war, den ich aber jetzt nich finde, weil ich die Mail beim besten Willen nicht mehr wiederfinde, obwohl das sehr wichtig w&#228;re. Aber ein Grundeinkommen w&#228;re erst recht und ganz zentral Hilfe zur Selbsthilfe.<br />
Jetzt will ich mal sagen, was ich unter Emanzipation verstehe: Materielle Emanzipation ist nicht m&#246;glich, weil Autarkie des Einzelnen gar nicht geht, sondern der Mensch immer in einem Geflecht von Abh&#228;ngigkeiten organisiert ist. Und geistige Emanzipation ist dasselbe, was Kant unter Aufkl&#228;rung versteht:<br />
&#8220;Aufkl&#228;rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unm&#252;ndigkeit. Unm&#252;ndigkeit ist das Unverm&#246;gen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unm&#252;ndigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschlie&#223;ung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.&#8221;<br />
Der Staat hat keinen Erziehungsauftrag f&#252;r Erwachsene. Er sollte neben einem Grundeinkommen den freien Zugang zu Informationen garantieren (Bildungs- und Beratungsangebote, Bibliotheken, kostenloser Internetanschluss) und sollte die propagandistische Ausrichtung des Ministeriums f&#252;r Arbeit und Soziales in eine aufkl&#228;rende Ausrichtung korrigieren.</p>
<p>Jetzt will ich hier noch zwei Seiten verlinken, auf denen ich auf der Suche nach News &#246;fters vorbeischaue. Auf der Seite von Robert Zion steht zur Zeit ein wichtiger Text &#252;ber die Frage &#8220;Was ist heute links?&#8221; oben rechts. Dazu will ich ein andermal schreiben.<br />
<a href="http://www.robert-zion.de/" rel="nofollow"></a><a href='http://www.robert-zion.de/'>http://www.robert-zion.de/</a></p>
<p>Dann eine Seite von Wolfgang Strengmann-Kuhn.<br />
<a href="http://www.strengmann-kuhn.de/" rel="nofollow"></a><a href='http://www.strengmann-kuhn.de/'>http://www.strengmann-kuhn.de/</a><br />
Dort steht auch das neue Strategie-Papier von Gr&#252;nen der h&#246;heren Funktion&#228;rsebene. Darin taucht auch der Begriff &#8220;Alternative&#8221; auf, was f&#252;r mich sehr anheimelnd klingt, weil das ein Zentralbegriff aus meiner gr&#252;nen Sozialisation ist, und ich hoffe, dass der Begriff auch heute noch bei den Gr&#252;nen mainstreamf&#228;hig ist.</p>
<p>Die Seite von Markus Kurth ist auch sehr gut. Er macht eine qualifizierte Fachpolitik, obwohl er Grundeinkommensgegner ist.</p>
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	</item>
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		<title>Von: Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/25/ueber-40-fuers-gruene-grundeinkommen/#comment-6453</link>
		<dc:creator>Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 20:56:13 +0000</pubDate>
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		<description>Ein bedeutendes Papier muss hier noch verlinkt werden, und zwar &quot;Soziale Grundgarantien und ein Leben ohne Armut/Entwurf der Fraktionsgruppe Soziale Grundsicherung&quot; vom 9.11.2007.
http://www.goering-eckardt.de/article.php?lvl1=4&amp;lvl2=37&amp;id=598
Dieser Text enth&#228;lt die philosophischen Hintergr&#252;nde der Meinung der Bundestagsabgeordneten, die f&#252;r Grundsicherung und gegen Grundeinkommen sind.

Dann will ich noch einige Denkanst&#246;&#223;e geben, und zwar aus dem DBK-Beschluss besch&#228;ftigt mich besonders noch ein Satz:
&quot;Es droht die dauerhafte Spaltung in Gewinner und Verlierer: Die Spaltung zwischen denen, die &quot;produktiv&quot; sind und einer Erwerbsarbeit nachgehen und somit dazu geh&#246;ren und jenen, die sich &#252;berfl&#252;ssig und von der Gesellschaft nicht gebraucht f&#252;hlen&quot;...
Zur L&#246;sung des Problems sind zwei Wege denkbar, erstmal durch die Schaffung von mehr Arbeitspl&#228;tzen. Dies ist aber seit Jahrzehnten ohne hinreichenden Erfolg versucht worden und h&#246;chst schwierig und mit problematischen Nebenwirkungen verbunden.
Die andere M&#246;glichkeit w&#228;re die Einf&#252;hrung eines Bedingungslosen Grundeinkommens, was zu freiwilliger Erwerbsreduzierung und somit zu besserer Verteilung von Erwerbsarbeit f&#252;hren k&#246;nnte.
Dies w&#228;ren Probleml&#246;sungen auf organisatorischer Ebene, was mich aber im Moment nicht besch&#228;ftigt, sondern die psychologische Ebene dieser Aussage. Also ich bin erwerbsunf&#228;hig seit einem Lebensalter von ungef&#228;hr 32 Jahren und bin jetzt 44 und bin in der Grundsicherung f&#252;r Erwerbsgeminderte. Und auf mich treffen die Aussagen nicht zu, die Leuten nachgesagt werden, die nicht erwerbst&#228;tig sind: ich bin keinesfalls unproduktiv und auch nicht &#252;berfl&#252;ssig und leide keinen Mangel an Anerkennung und geistiger Teilhabe, und die schlimmste soziale Bedrohung besteht f&#252;r mich darin, dass ich mir irgendwann keinen Internet-Anschluss mehr leisten kann, wenn ich keine zus&#228;tzliche private finanzielle Unterst&#252;tzung mehr bekomme. Und aus meiner Perspektive ist der oben genannte Satz v&#246;llig verwirrend.

Jetzt noch einen Denkansto&#223; zu den psychischen Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit (was mich nicht betrifft). Dazu ein Text von der Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung, in dem am Ende der Langzeitarbeitslosigkeit ein depressiver Zirkel beschrieben wird.
http://www.bpb.de/publikationen/2OHJCA,5,0,Arbeitsidentit%E4t_und_Arbeitslosigkeit_%96_ein_depressiver_Zirkel.html#art5
Also wenn man eine Verlusterfahrung macht, in diesem Falle den Verlust der positiven Erwerbsintegration, dann k&#228;mpft man nat&#252;rlich erstmal dagegen an, aber wenn das &#252;ber l&#228;ngere Zeit nicht zum Erfolg f&#252;hrt, dann setzt eine nat&#252;rliche Trauerreaktion ein, was normalerweise dazu f&#252;hren w&#252;rde, dass man den Verlust bew&#228;ltigt, was aber in dem Falle irgendwie nicht geht, zumal es auch verboten ist, sich irgendwie anders geregelt zu kriegen. Schlie&#223;lich hat man der Arbeitsagentur t&#228;glich zur Verf&#252;gung zu stehn. Und diese Unm&#246;glichkeit der Problembew&#228;ltigung f&#252;hrt zwangsl&#228;ufig zu einem unl&#246;sbaren depressiven Zirkel. Diesen Zustand finde ich so schlimm, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie man so f&#252;r l&#228;ngere Zeit existieren kann. Und das muss abgestellt werden, dass der Staat die Leute in Hartz IV in einem extrem ungesunden Zustand bel&#228;sst.

Dann besch&#228;ftige ich mich noch mit der Frage, was Jesus wohl sagen w&#252;rde zu der Arbeitslosigkeit und dem Grundeinkommen. Also der Spruch von Paulus:&quot;Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen&quot;, steht in 2 Thess 3,10. Aber Jesus war nicht erwerbst&#228;tig, seit er unterwegs war. Seine Einstellung zur Arbeit kommt am besten zum Ausdruck in Mt 9,37 &quot;Da sagte er zu seinen J&#252;ngern: Die Ernte ist gro&#223;, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte,  Arbeiter f&#252;r seine Ernte auszusenden.&quot; Dass die Arbeiter der g&#246;ttlichen Ernte Anspruch auf Lebensunterhalt haben, war f&#252;r ihn klar, das sagt er etwas sp&#228;ter in Mt 10 und in Lk 10. Wenn man das in unsere Zeit &#252;bertr&#228;gt w&#252;rde das bedeuten, dass zumindest Arbeiter der g&#246;ttlichen Ernte Anspruch auf ein Grundeinkommen haben. Aber was ein Arbeiter oder Arbeiterin der g&#246;ttlichen Ernte ist, das k&#246;nnen Menschen nicht entscheiden. Z.B. hab ich vor kurzem einen H4-Empf&#228;nger im Fernsehn gesehn, der trug ein T-Shirt mit der Aufschrift:&quot;Arbeit ist schei&#223;e&quot;. Aber als er zur Rede gestellt wurde, hat er gesagt, dass er einem behinderten Freund helfen w&#252;rde. Das w&#252;rde ihn schon als Helfer der g&#246;ttlichen Ernte ausweisen, und damit h&#228;tte er nach Jesus Anspruch auf ein Grundeinkommen. Aber das k&#246;nnen Menschen nicht wirklich beurteilen und schon gar nicht gesetzlich formalisieren. Deshalb sollten alle ein Grundeinkommen bekommen.

In den n&#228;chsten Tagen verreise ich (nach BW) und hab jetzt keine Zeit mehr, die Themen weiter auszuarbeiten oder zu debattieren. Zu dem oberen Thread &quot;Wie weiter mit der Debatte&quot; will ich noch sagen, dass die &#228;lteren Threads von mir aus geschlossen werden k&#246;nnen, weil die BDK eine Z&#228;sur war, nach der wir einen anderen Bewusstseinsstand haben als vorher. In den Thread &quot;Wie weiter mit der Debatte&quot; w&#252;rde ich gerne noch eine Reflexion reinschreiben &#252;ber die Schlie&#223;ug des Bundesfraktionsforums. Ansonsten will ich nur nachdenken und nicht viel schreiben , aber hoffen, dass es auch in einigen Monaten noch eine Gelegenheit gibt, sich &#246;ffentlich zu &#228;u&#223;ern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein bedeutendes Papier muss hier noch verlinkt werden, und zwar &#8220;Soziale Grundgarantien und ein Leben ohne Armut/Entwurf der Fraktionsgruppe Soziale Grundsicherung&#8221; vom 9.11.2007.<br />
<a href="http://www.goering-eckardt.de/article.php?lvl1=4&amp;lvl2=37&amp;id=598" rel="nofollow"></a><a href='http://www.goering-eckardt.de/article.php?lvl1=4&amp;lvl2=37&amp;id=598'>http://www.goering-eckardt.de/article.php?lvl1=4&amp;lvl2=37&amp;id=598</a><br />
Dieser Text enth&#228;lt die philosophischen Hintergr&#252;nde der Meinung der Bundestagsabgeordneten, die f&#252;r Grundsicherung und gegen Grundeinkommen sind.</p>
<p>Dann will ich noch einige Denkanst&#246;&#223;e geben, und zwar aus dem DBK-Beschluss besch&#228;ftigt mich besonders noch ein Satz:<br />
&#8220;Es droht die dauerhafte Spaltung in Gewinner und Verlierer: Die Spaltung zwischen denen, die &#8220;produktiv&#8221; sind und einer Erwerbsarbeit nachgehen und somit dazu geh&#246;ren und jenen, die sich &#252;berfl&#252;ssig und von der Gesellschaft nicht gebraucht f&#252;hlen&#8221;&#8230;<br />
Zur L&#246;sung des Problems sind zwei Wege denkbar, erstmal durch die Schaffung von mehr Arbeitspl&#228;tzen. Dies ist aber seit Jahrzehnten ohne hinreichenden Erfolg versucht worden und h&#246;chst schwierig und mit problematischen Nebenwirkungen verbunden.<br />
Die andere M&#246;glichkeit w&#228;re die Einf&#252;hrung eines Bedingungslosen Grundeinkommens, was zu freiwilliger Erwerbsreduzierung und somit zu besserer Verteilung von Erwerbsarbeit f&#252;hren k&#246;nnte.<br />
Dies w&#228;ren Probleml&#246;sungen auf organisatorischer Ebene, was mich aber im Moment nicht besch&#228;ftigt, sondern die psychologische Ebene dieser Aussage. Also ich bin erwerbsunf&#228;hig seit einem Lebensalter von ungef&#228;hr 32 Jahren und bin jetzt 44 und bin in der Grundsicherung f&#252;r Erwerbsgeminderte. Und auf mich treffen die Aussagen nicht zu, die Leuten nachgesagt werden, die nicht erwerbst&#228;tig sind: ich bin keinesfalls unproduktiv und auch nicht &#252;berfl&#252;ssig und leide keinen Mangel an Anerkennung und geistiger Teilhabe, und die schlimmste soziale Bedrohung besteht f&#252;r mich darin, dass ich mir irgendwann keinen Internet-Anschluss mehr leisten kann, wenn ich keine zus&#228;tzliche private finanzielle Unterst&#252;tzung mehr bekomme. Und aus meiner Perspektive ist der oben genannte Satz v&#246;llig verwirrend.</p>
<p>Jetzt noch einen Denkansto&#223; zu den psychischen Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit (was mich nicht betrifft). Dazu ein Text von der Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung, in dem am Ende der Langzeitarbeitslosigkeit ein depressiver Zirkel beschrieben wird.<br />
<a href="http://www.bpb.de/publikationen/2OHJCA,5,0,Arbeitsidentit%E4t_und_Arbeitslosigkeit_%96_ein_depressiver_Zirkel.html#art5" rel="nofollow"></a><a href='http://www.bpb.de/publikationen/2OHJCA,5,0,Arbeitsidentit%E4t_und_Arbeitslosigkeit_%96_ein_depressiver_Zirkel.html#art5'>http://www.bpb.de/publikationen/2OHJCA,5,0,Arbeitsidentit%E4t_und_Arbeitslosigkeit_%96_ein_depressiver_Zirkel.html#art5</a><br />
Also wenn man eine Verlusterfahrung macht, in diesem Falle den Verlust der positiven Erwerbsintegration, dann k&#228;mpft man nat&#252;rlich erstmal dagegen an, aber wenn das &#252;ber l&#228;ngere Zeit nicht zum Erfolg f&#252;hrt, dann setzt eine nat&#252;rliche Trauerreaktion ein, was normalerweise dazu f&#252;hren w&#252;rde, dass man den Verlust bew&#228;ltigt, was aber in dem Falle irgendwie nicht geht, zumal es auch verboten ist, sich irgendwie anders geregelt zu kriegen. Schlie&#223;lich hat man der Arbeitsagentur t&#228;glich zur Verf&#252;gung zu stehn. Und diese Unm&#246;glichkeit der Problembew&#228;ltigung f&#252;hrt zwangsl&#228;ufig zu einem unl&#246;sbaren depressiven Zirkel. Diesen Zustand finde ich so schlimm, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie man so f&#252;r l&#228;ngere Zeit existieren kann. Und das muss abgestellt werden, dass der Staat die Leute in Hartz IV in einem extrem ungesunden Zustand bel&#228;sst.</p>
<p>Dann besch&#228;ftige ich mich noch mit der Frage, was Jesus wohl sagen w&#252;rde zu der Arbeitslosigkeit und dem Grundeinkommen. Also der Spruch von Paulus:&#8221;Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen&#8221;, steht in 2 Thess 3,10. Aber Jesus war nicht erwerbst&#228;tig, seit er unterwegs war. Seine Einstellung zur Arbeit kommt am besten zum Ausdruck in Mt 9,37 &#8220;Da sagte er zu seinen J&#252;ngern: Die Ernte ist gro&#223;, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte,  Arbeiter f&#252;r seine Ernte auszusenden.&#8221; Dass die Arbeiter der g&#246;ttlichen Ernte Anspruch auf Lebensunterhalt haben, war f&#252;r ihn klar, das sagt er etwas sp&#228;ter in Mt 10 und in Lk 10. Wenn man das in unsere Zeit &#252;bertr&#228;gt w&#252;rde das bedeuten, dass zumindest Arbeiter der g&#246;ttlichen Ernte Anspruch auf ein Grundeinkommen haben. Aber was ein Arbeiter oder Arbeiterin der g&#246;ttlichen Ernte ist, das k&#246;nnen Menschen nicht entscheiden. Z.B. hab ich vor kurzem einen H4-Empf&#228;nger im Fernsehn gesehn, der trug ein T-Shirt mit der Aufschrift:&#8221;Arbeit ist schei&#223;e&#8221;. Aber als er zur Rede gestellt wurde, hat er gesagt, dass er einem behinderten Freund helfen w&#252;rde. Das w&#252;rde ihn schon als Helfer der g&#246;ttlichen Ernte ausweisen, und damit h&#228;tte er nach Jesus Anspruch auf ein Grundeinkommen. Aber das k&#246;nnen Menschen nicht wirklich beurteilen und schon gar nicht gesetzlich formalisieren. Deshalb sollten alle ein Grundeinkommen bekommen.</p>
<p>In den n&#228;chsten Tagen verreise ich (nach BW) und hab jetzt keine Zeit mehr, die Themen weiter auszuarbeiten oder zu debattieren. Zu dem oberen Thread &#8220;Wie weiter mit der Debatte&#8221; will ich noch sagen, dass die &#228;lteren Threads von mir aus geschlossen werden k&#246;nnen, weil die BDK eine Z&#228;sur war, nach der wir einen anderen Bewusstseinsstand haben als vorher. In den Thread &#8220;Wie weiter mit der Debatte&#8221; w&#252;rde ich gerne noch eine Reflexion reinschreiben &#252;ber die Schlie&#223;ug des Bundesfraktionsforums. Ansonsten will ich nur nachdenken und nicht viel schreiben , aber hoffen, dass es auch in einigen Monaten noch eine Gelegenheit gibt, sich &#246;ffentlich zu &#228;u&#223;ern.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/25/ueber-40-fuers-gruene-grundeinkommen/#comment-6310</link>
		<dc:creator>Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 06:55:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/25/ueber-40-fuers-gruene-grundeinkommen/#comment-6310</guid>
		<description>Zur Nachfolge von Reinhard B&#252;tikofer will ich sagen, dass ich mit der Kombination von Claudia und Reinhard sehr zufrieden bin und mir nur schwerlich vorstellen kann, etwas besseres zu finden. Zwar war das &#228;rgerlich, dass Reinhard kein Verst&#228;ndnis f&#252;r das Grundeinkommen aufbringt, aber ich bin zuversichtlich, dass er noch erkennt, dass zumindest das Partielle Grundeinkommen das beste sozialpolit. Konzept ist. Das kann ich mir nicht vorstellen, dass er das nicht erkennt.
Desweiteren konstatiere ich, dass in der Rollenverteilung zwischen beiden Reinhard f&#252;r Sozialpolitik zust&#228;ndig ist, weil Claudia davon keine Ahnung hat. Und wenn wir jetzt als Nachfolger f&#252;r Reinhard entsprechend der traditionellen Fl&#252;gelquote einen &quot;Realo&quot; suchen, dann frage ich mich, was das werden soll, was ist denn ein &quot;Realo&quot;? Sind das nicht diejenigen, die den Sozialstaat an die Wand gefahren haben?
Ich frage mich, ob wir die Fl&#252;gelquote nicht mal abschaffen oder tiefer h&#228;ngen sollten, weil die Begriffe missverst&#228;ndlich sind und die Wirklichkeit viel komplexer ist ist als eine Einteilung in &quot;Realos&quot; und &quot;Linke&quot;.
Dann will ich noch erz&#228;hlen, was mir f&#252;r Parteivorsitzende vorschweben. Zuerst hab ich gedacht an Reinhard Loske, Boris Palmer, Andrea Fischer und Winfried Hermann.
Dann hab ich mich hier durchgeklickt &#252;ber den Blog von Till zum Blog von Julia Seeliger, wo eine Abstimmung stattfindet &#252;ber den k&#252;nftigen Parteivorsitzenden. Dort hat Robert Habeck bislang sehr hoch gewonnen, und mit dem w&#228;re ich auch einverstanden. Und viele andere J&#252;ngere sind auch interessant, die ich aber nicht so gut kenne.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Nachfolge von Reinhard B&#252;tikofer will ich sagen, dass ich mit der Kombination von Claudia und Reinhard sehr zufrieden bin und mir nur schwerlich vorstellen kann, etwas besseres zu finden. Zwar war das &#228;rgerlich, dass Reinhard kein Verst&#228;ndnis f&#252;r das Grundeinkommen aufbringt, aber ich bin zuversichtlich, dass er noch erkennt, dass zumindest das Partielle Grundeinkommen das beste sozialpolit. Konzept ist. Das kann ich mir nicht vorstellen, dass er das nicht erkennt.<br />
Desweiteren konstatiere ich, dass in der Rollenverteilung zwischen beiden Reinhard f&#252;r Sozialpolitik zust&#228;ndig ist, weil Claudia davon keine Ahnung hat. Und wenn wir jetzt als Nachfolger f&#252;r Reinhard entsprechend der traditionellen Fl&#252;gelquote einen &#8220;Realo&#8221; suchen, dann frage ich mich, was das werden soll, was ist denn ein &#8220;Realo&#8221;? Sind das nicht diejenigen, die den Sozialstaat an die Wand gefahren haben?<br />
Ich frage mich, ob wir die Fl&#252;gelquote nicht mal abschaffen oder tiefer h&#228;ngen sollten, weil die Begriffe missverst&#228;ndlich sind und die Wirklichkeit viel komplexer ist ist als eine Einteilung in &#8220;Realos&#8221; und &#8220;Linke&#8221;.<br />
Dann will ich noch erz&#228;hlen, was mir f&#252;r Parteivorsitzende vorschweben. Zuerst hab ich gedacht an Reinhard Loske, Boris Palmer, Andrea Fischer und Winfried Hermann.<br />
Dann hab ich mich hier durchgeklickt &#252;ber den Blog von Till zum Blog von Julia Seeliger, wo eine Abstimmung stattfindet &#252;ber den k&#252;nftigen Parteivorsitzenden. Dort hat Robert Habeck bislang sehr hoch gewonnen, und mit dem w&#228;re ich auch einverstanden. Und viele andere J&#252;ngere sind auch interessant, die ich aber nicht so gut kenne.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/25/ueber-40-fuers-gruene-grundeinkommen/#comment-5840</link>
		<dc:creator>Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 19:34:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/25/ueber-40-fuers-gruene-grundeinkommen/#comment-5840</guid>
		<description>Mir gelingt das jetzt noch nicht, eigene Texte zur Aufarbeitung der Debatte zu schreiben. Deshalb will ich jetzt andere Texte verlinken, die bei der Aufarbeitung der Debatte helfen. Erstmal eine Informationsbrosch&#252;re von Dirk Jacobi, die gro&#223;e Teile der Debatte nochmal zusammenfasst:&quot;Garantietes Grundeinkommen:Pro und Contra&quot;.

http://www.bildungswerk-boell.de/download/Pro-Contra-Grundeinkommen-2Aufl.pdf

Diese Brosch&#252;re eignet sich besonders f&#252;r Anf&#228;nger und Leute, die das Grundeinkommen noch nicht verstanden haben oder wenn man einen Gro&#223;teil der Kontroversen, die sich auch auf dem Bundesparteitag gezeigt haben, nochmal nachlesen will. Allerdings ist dort noch nicht hinreichend gew&#252;rdigt, dass erstmals eine Partei ein realistisches Einstiegskonzept in ein Grundeinkommen demokratisch erarbeitet hat, was eine gewaltige Leistung war. Und eine Zahl aus der Brosch&#252;re wird von mir bestritten, was ich aber erstmal intern kl&#228;ren will.

Dann der Text von Robert Zion:&quot;Wie weiter mit den Gr&#252;nen und dem Grundeinkommen&quot;.

http://www.robert-zion.de/downloads/Wie_weiter.pdf

In diesem Text m&#246;chte ich besonders hinweisen auf die hammerm&#228;&#223;igen Zitate von Andre Gorz, die auch f&#252;r mein Empfinden an die Wurzel der Probleme r&#252;hren, und zwar der Anachronismus zwischen dem normativen Normarbeitsverh&#228;ltnis und der ganz anderen Wirklichkeit, die sich parallel dazu entwickelt hat. Und man kann diese Wirklichkeit jetzt nicht l&#228;nger unter dem Deckel halten.

Dann der Text von Franz Segbers:&quot; Zum garantierten Grundeinkommen aus sozialethisch-theologischer Perspektive&quot;, der uns schon zu Weihnachten eine gro&#223;e Freude gemacht hatte und den ich jetzt auf der Seite von Robert Zion wiedergefunden habe.

http://www.robert-zion.de/downloads/Franz_Segbers.pdf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir gelingt das jetzt noch nicht, eigene Texte zur Aufarbeitung der Debatte zu schreiben. Deshalb will ich jetzt andere Texte verlinken, die bei der Aufarbeitung der Debatte helfen. Erstmal eine Informationsbrosch&#252;re von Dirk Jacobi, die gro&#223;e Teile der Debatte nochmal zusammenfasst:&#8221;Garantietes Grundeinkommen:Pro und Contra&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.bildungswerk-boell.de/download/Pro-Contra-Grundeinkommen-2Aufl.pdf" rel="nofollow"></a><a href='http://www.bildungswerk-boell.de/download/Pro-Contra-Grundeinkommen-2Aufl.pdf'>http://www.bildungswerk-boell.de/download/Pro-Contra-Grundeinkommen-2Aufl.pdf</a></p>
<p>Diese Brosch&#252;re eignet sich besonders f&#252;r Anf&#228;nger und Leute, die das Grundeinkommen noch nicht verstanden haben oder wenn man einen Gro&#223;teil der Kontroversen, die sich auch auf dem Bundesparteitag gezeigt haben, nochmal nachlesen will. Allerdings ist dort noch nicht hinreichend gew&#252;rdigt, dass erstmals eine Partei ein realistisches Einstiegskonzept in ein Grundeinkommen demokratisch erarbeitet hat, was eine gewaltige Leistung war. Und eine Zahl aus der Brosch&#252;re wird von mir bestritten, was ich aber erstmal intern kl&#228;ren will.</p>
<p>Dann der Text von Robert Zion:&#8221;Wie weiter mit den Gr&#252;nen und dem Grundeinkommen&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.robert-zion.de/downloads/Wie_weiter.pdf" rel="nofollow"></a><a href='http://www.robert-zion.de/downloads/Wie_weiter.pdf'>http://www.robert-zion.de/downloads/Wie_weiter.pdf</a></p>
<p>In diesem Text m&#246;chte ich besonders hinweisen auf die hammerm&#228;&#223;igen Zitate von Andre Gorz, die auch f&#252;r mein Empfinden an die Wurzel der Probleme r&#252;hren, und zwar der Anachronismus zwischen dem normativen Normarbeitsverh&#228;ltnis und der ganz anderen Wirklichkeit, die sich parallel dazu entwickelt hat. Und man kann diese Wirklichkeit jetzt nicht l&#228;nger unter dem Deckel halten.</p>
<p>Dann der Text von Franz Segbers:&#8221; Zum garantierten Grundeinkommen aus sozialethisch-theologischer Perspektive&#8221;, der uns schon zu Weihnachten eine gro&#223;e Freude gemacht hatte und den ich jetzt auf der Seite von Robert Zion wiedergefunden habe.</p>
<p><a href="http://www.robert-zion.de/downloads/Franz_Segbers.pdf" rel="nofollow"></a><a href='http://www.robert-zion.de/downloads/Franz_Segbers.pdf'>http://www.robert-zion.de/downloads/Franz_Segbers.pdf</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: albert</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/25/ueber-40-fuers-gruene-grundeinkommen/#comment-3282</link>
		<dc:creator>albert</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 22:25:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/25/ueber-40-fuers-gruene-grundeinkommen/#comment-3282</guid>
		<description>Vintery, mintery, cutery, corn,
    Apple seed and apple thorn;
    Wire, briar, limber lock,
    Three geese in a flock.
    One flew east,
    And one flew west,
    And one flew over the cuckoo&#039;s nest. 

Ich finde, am politischen Geschehen auf dem Parteitag der Gr&#252;nen konnten wir ganz gut unsere gesellschaftliche Wirklichkeit erkennen. Das interessante an unserer Zeit und unserer Gesellschaftsform ist, dass wir Zusammenh&#228;nge benennen und beschreiben d&#252;rfen, im Gegensatz zu Diktaturen, auf der anderen Seite d&#252;rfen wir jedoch keine Gestalter sein. Ja nat&#252;rlich, wir d&#252;rfen bestimmen, was f&#252;r eine Farbe die M&#252;lltonnen in unseren Bezirken haben sollen, mehr jedoch nicht. Geradezu schweigend erhebt sich  sonst das moralische Diktat von der selbstverschuldeten Unm&#252;ndigkeit und eine P&#228;dagogisierung unserer Beziehungen f&#228;ngt an sich zu entfalten. Das konstruierte Machtvakuum an Kontrolle will gef&#252;llt werden. Es dauert nicht lange da sind schon Menschen wie B&#252;tikofer, Kuhn, Roth oder aber Nahles da, um die Rollen zu &#252;bernehmen. Milos Forman hat mit seinem Film &quot;Einer flog &#252;ber das Kuckucksnest&quot; dieses Beziehungsverh&#228;ltnis sehr gut beschrieben. Was w&#228;re, w&#252;rde man diese Menschen an einem Abend in einer kleinen Runde im Gespr&#228;ch treffen, wie w&#252;rden sie auf diese Behauptung reagieren? Wie w&#252;rden sie mit dem Vorwurf umgehen, dass auf dem Parteitag der Gr&#252;nen Schwester Ratched Billy gesiegt hat? Sie h&#228;tten ein Menschenbild, das steht fest. Aber ich frage mich, wie kann man so ein Menschenbild salonf&#228;hig anbieten? Oswald Metzger mu&#223;te einen Abgang machen, weil er im Grunde genommen gesagt hat, was dort Oben gedacht wird. So, als wenn ein kleiner Junge, der nicht mehr richtig mitmachen darft, nocheinmal ordentlich in die Suppe spuckt und laut die heimlichen Spielregeln ausplaudert. Ich sehe, wenns nach euch geht, m&#252;ssen wir noch 300 Jahre weiterschlafen, ihr nennt es Politikverdrossenheit. Und da haben wir wiedern diesen sch&#246;nen Moment unserer repr&#228;sentativen Demokratie. Laut darf ich schreien, Parteipolitisches Engagement lohnt sich zur Zeit nicht. Ihr nennt es Politikverdrossenheit, ich nenne es &quot;solipsistische Ironieschleife&quot;. Mit Herrn Werner bin ich &#252;brigens nicht allein: 

&quot;Den Grund f&#252;r die Ablehnung sieht der Karlsruher Professor f&#252;r Entrepreneurship in einem von den Politikern bef&#252;rchteten Bedeutungsverlust ihrer eigenen Rolle: &quot;Der Verlust an Deutungs- und Entscheidungsmacht zur Frage, wer Zuwendungen vom Staat erhalten darf und wer nicht.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vintery, mintery, cutery, corn,<br />
    Apple seed and apple thorn;<br />
    Wire, briar, limber lock,<br />
    Three geese in a flock.<br />
    One flew east,<br />
    And one flew west,<br />
    And one flew over the cuckoo&#8217;s nest. </p>
<p>Ich finde, am politischen Geschehen auf dem Parteitag der Gr&#252;nen konnten wir ganz gut unsere gesellschaftliche Wirklichkeit erkennen. Das interessante an unserer Zeit und unserer Gesellschaftsform ist, dass wir Zusammenh&#228;nge benennen und beschreiben d&#252;rfen, im Gegensatz zu Diktaturen, auf der anderen Seite d&#252;rfen wir jedoch keine Gestalter sein. Ja nat&#252;rlich, wir d&#252;rfen bestimmen, was f&#252;r eine Farbe die M&#252;lltonnen in unseren Bezirken haben sollen, mehr jedoch nicht. Geradezu schweigend erhebt sich  sonst das moralische Diktat von der selbstverschuldeten Unm&#252;ndigkeit und eine P&#228;dagogisierung unserer Beziehungen f&#228;ngt an sich zu entfalten. Das konstruierte Machtvakuum an Kontrolle will gef&#252;llt werden. Es dauert nicht lange da sind schon Menschen wie B&#252;tikofer, Kuhn, Roth oder aber Nahles da, um die Rollen zu &#252;bernehmen. Milos Forman hat mit seinem Film &#8220;Einer flog &#252;ber das Kuckucksnest&#8221; dieses Beziehungsverh&#228;ltnis sehr gut beschrieben. Was w&#228;re, w&#252;rde man diese Menschen an einem Abend in einer kleinen Runde im Gespr&#228;ch treffen, wie w&#252;rden sie auf diese Behauptung reagieren? Wie w&#252;rden sie mit dem Vorwurf umgehen, dass auf dem Parteitag der Gr&#252;nen Schwester Ratched Billy gesiegt hat? Sie h&#228;tten ein Menschenbild, das steht fest. Aber ich frage mich, wie kann man so ein Menschenbild salonf&#228;hig anbieten? Oswald Metzger mu&#223;te einen Abgang machen, weil er im Grunde genommen gesagt hat, was dort Oben gedacht wird. So, als wenn ein kleiner Junge, der nicht mehr richtig mitmachen darft, nocheinmal ordentlich in die Suppe spuckt und laut die heimlichen Spielregeln ausplaudert. Ich sehe, wenns nach euch geht, m&#252;ssen wir noch 300 Jahre weiterschlafen, ihr nennt es Politikverdrossenheit. Und da haben wir wiedern diesen sch&#246;nen Moment unserer repr&#228;sentativen Demokratie. Laut darf ich schreien, Parteipolitisches Engagement lohnt sich zur Zeit nicht. Ihr nennt es Politikverdrossenheit, ich nenne es &#8220;solipsistische Ironieschleife&#8221;. Mit Herrn Werner bin ich &#252;brigens nicht allein: </p>
<p>&#8220;Den Grund f&#252;r die Ablehnung sieht der Karlsruher Professor f&#252;r Entrepreneurship in einem von den Politikern bef&#252;rchteten Bedeutungsverlust ihrer eigenen Rolle: &#8220;Der Verlust an Deutungs- und Entscheidungsmacht zur Frage, wer Zuwendungen vom Staat erhalten darf und wer nicht.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Zeitrafferin</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/25/ueber-40-fuers-gruene-grundeinkommen/#comment-3261</link>
		<dc:creator>Zeitrafferin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 12:31:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/25/ueber-40-fuers-gruene-grundeinkommen/#comment-3261</guid>
		<description>&lt;strong&gt;Subjektiv und f&#252;r Erg&#228;nzungen offen: BDK-Bericht...&lt;/strong&gt;

Das Ganze hier ist als ganz pers&#246;nliche Sicht der vergangenen BDK in N&#252;rnberg zu bewerten. Erg&#228;nzungen sind in den Kommentaren sehr gern gesehen!

Los gings schon am Donnerstag - ich machte mich Mittags auf gen Jena, nicht ohne im Berliner Hauptbahn...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Subjektiv und f&#252;r Erg&#228;nzungen offen: BDK-Bericht&#8230;</strong></p>
<p>Das Ganze hier ist als ganz pers&#246;nliche Sicht der vergangenen BDK in N&#252;rnberg zu bewerten. Erg&#228;nzungen sind in den Kommentaren sehr gern gesehen!</p>
<p>Los gings schon am Donnerstag &#8211; ich machte mich Mittags auf gen Jena, nicht ohne im Berliner Hauptbahn&#8230;</p>
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		<title>Von: Bericht von der BDK in Nürnberg &#187; henningschuerig.de/blog</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/11/25/ueber-40-fuers-gruene-grundeinkommen/#comment-3244</link>
		<dc:creator>Bericht von der BDK in Nürnberg &#187; henningschuerig.de/blog</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 02:13:38 +0000</pubDate>
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		<description>[...] man nur zustimmen kann), Till (der auch noch nicht weit gekommen ist mit seiner Berichterstattung), Grundsicherungs-Blog BaW&#252; (den man jetzt - nach dem Landesparteitag - eigentlich Grundeinkommens-Blog nennen k&#246;nnte), [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] man nur zustimmen kann), Till (der auch noch nicht weit gekommen ist mit seiner Berichterstattung), Grundsicherungs-Blog BaW&#252; (den man jetzt &#8211; nach dem Landesparteitag &#8211; eigentlich Grundeinkommens-Blog nennen k&#246;nnte), [...]</p>
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