Parteimitglieder dürfen jetzt auch bundesweit diskutieren
Genau: gerade eben ist nämlich — zehn Tage vor dem Bundesparteitag — ein partei-internes Blog gestartet worden. Lesen dürfen die Debatte um die Zukunft der sozialen Sicherung alle, kommentieren nur Parteimitglieder, die sich vorher registieren lassen müssen.
Den Auftakt machen zwei Statements von Thomas Poreski (pro Grundeinkommen) und Sven Giegold (contra Grundeinkommen).
Ich bin ja mal gespannt, ob da mehr als hier diskutiert und geschrieben wird. Meine etwas pessimistische Prognose: angesichts der knappen Zeit und der relativ hohen Teilnahmehürden eher nicht. Wichtig wär’s ja schon — ich lasse mich also gerne vom Gegenteil überzeugen.
Am 15. November 2007 um 00:26 Uhr
[...] es in Baden-Württemberg schon einige Zeit möglich ist, wurde hat nun auch die bundesweite Online-Debatte eröffnet. Den [...]
Am 16. November 2007 um 00:53 Uhr
die forderung nach einem bedingungslosen grundeinkommen ist inzwischen tatsächlich ein kulturimpuls, der unabhängig von jeglicher parteipolitik anfängt zumindest in den köpfen der menschen realität zu werden. die lage schätze ich inzwischen so ein: nicht politiker oder parteien werden darüber entscheiden, ob ja oder nein. parteien und politiker hinken der gesellschaftlichen wirklichkeit hinterher (bis auf die grüne basis). ich beobachte die entwicklungen schon seit geraumer zeit und ich brauche nicht an die “tipping point”-these zu glauben, um den statusquo zu verstehen. vielleicht erleben wir zur zeit einen demokratisierungsschub, der weit mehr bedeutet, als letzten endes ein paar kröten auf dem konto zum leben. menschen wie müntefering oder überhaupt alle gutmenschen, die sich als arbeiteranführer beschreiben haben keine zukunft. wir wollen ihre fürsorgliche entmündigung nicht. noch mehr. wir wollen ihre fürsorgliche entmündigung abschaffen. nicht andrea nahles wird darüber entscheiden, wie wir leben und miteinander umgehen wollen. den wille zum bedingungslosen grundeinkommen sehe ich inzwischen bei sehr vielen entscheidern in unserer gesellschaft. die frage ist jetzt nur, inwiefern und wie lange noch spitzenpolitiker an ihrer karrieren festkleben wollen.