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	<title>Kommentare zu: Bundesweit geht&#8217;s weiter (Update)</title>
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	<description>Ein Diskussionsblog der Grünen Baden-Württemberg</description>
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		<title>Von: Grüne Grundsicherungsdebatte &#187; Blog &#187; Parteimitglieder dürfen jetzt auch bundesweit diskutieren</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-3041</link>
		<dc:creator>Grüne Grundsicherungsdebatte &#187; Blog &#187; Parteimitglieder dürfen jetzt auch bundesweit diskutieren</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 11:31:20 +0000</pubDate>
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		<description>[...] gerade eben ist n&#228;mlich &#8212; zehn Tage vor dem Bundesparteitag &#8212; ein partei-internes Blog gestartet worden. Lesen d&#252;rfen die Debatte um die Zukunft der [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] gerade eben ist n&#228;mlich &#8212; zehn Tage vor dem Bundesparteitag &#8212; ein partei-internes Blog gestartet worden. Lesen d&#252;rfen die Debatte um die Zukunft der [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-2908</link>
		<dc:creator>Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 14:26:57 +0000</pubDate>
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		<description>Zum Antrag der BAG-Behindertenpolitik, der in der Antragsliste zur BDK steht. Falls Grundeinkommensmodelle so verstanden worden sein sollten, dass dadurch Behinderten-Sonderbedarf abgeschafft werden k&#246;nnte, dann widerspreche ich dem. Das sieht kein Modell vor, nicht nur unsere, sondern auch die anderen. Wenn Bestrebungen auftauchen sollten, Behinderten-Sonderbedarf abzuschaffen, dann handelt es sich um Verbrecher, die vom demokratischen Rechtsstaat zur&#252;ckgewieden werden m&#252;ssen.
Dann entnehme ich dem Text, wenn ich das richtig verstehe, dass die Behinderten besonderen Nachdruck auf Gleichstellung im Arbeitsleben legen und f&#252;rchten, dass ein Grundeinkommen als Stillegungspr&#228;mie f&#252;r Behinderte gelten k&#246;nnte. Das Grundeinkommen sieht aber keine &#196;nderung in der rechtlichen Gleichstellung Behinderter vor und Arbeitsintergationsma&#223;nahmen werden auch fortgesetzt. Ich kann dem Antrag keine behindertenspezifischen Gr&#252;nde entnehmen, die gegen ein Grundeinkommen sprechen. Allerdings kenne ich behindertenspezifische Gr&#252;nde, die f&#252;r ein Grundeinkommen sprechen. Zwar nicht bei K&#246;rperbehinderten, die geistig genauso leistungsf&#228;hig sind wie Nichtbehinderte und auch Minister und Bundeskanzler werden k&#246;nnen. Aber bei Chronisch Kranken und Seelisch Behinderten, die durch Leiden oder nervliche St&#246;rungen in ihrer Leistungsf&#228;higkeit beeintr&#228;chtigt sind.  Die m&#252;ssen auf jeden Fall eine st&#228;rkere Ber&#252;cksichtigung finden in der Sozialpolitik. In Speyer ist ein lernbehinderter Hartz4-Empf&#228;nger verhungert, und seine depressive Mutter w&#228;re fast verhungert. Und ein herzkranker Hartz4-Empf&#228;nger oder armer Fr&#252;hrentner hat sich wegen der Sozialpolitik das Leben genommen. Und auf einer Medizinseite steht, dass die meisten Krankheiten stressbedingt sind.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Antrag der BAG-Behindertenpolitik, der in der Antragsliste zur BDK steht. Falls Grundeinkommensmodelle so verstanden worden sein sollten, dass dadurch Behinderten-Sonderbedarf abgeschafft werden k&#246;nnte, dann widerspreche ich dem. Das sieht kein Modell vor, nicht nur unsere, sondern auch die anderen. Wenn Bestrebungen auftauchen sollten, Behinderten-Sonderbedarf abzuschaffen, dann handelt es sich um Verbrecher, die vom demokratischen Rechtsstaat zur&#252;ckgewieden werden m&#252;ssen.<br />
Dann entnehme ich dem Text, wenn ich das richtig verstehe, dass die Behinderten besonderen Nachdruck auf Gleichstellung im Arbeitsleben legen und f&#252;rchten, dass ein Grundeinkommen als Stillegungspr&#228;mie f&#252;r Behinderte gelten k&#246;nnte. Das Grundeinkommen sieht aber keine &#196;nderung in der rechtlichen Gleichstellung Behinderter vor und Arbeitsintergationsma&#223;nahmen werden auch fortgesetzt. Ich kann dem Antrag keine behindertenspezifischen Gr&#252;nde entnehmen, die gegen ein Grundeinkommen sprechen. Allerdings kenne ich behindertenspezifische Gr&#252;nde, die f&#252;r ein Grundeinkommen sprechen. Zwar nicht bei K&#246;rperbehinderten, die geistig genauso leistungsf&#228;hig sind wie Nichtbehinderte und auch Minister und Bundeskanzler werden k&#246;nnen. Aber bei Chronisch Kranken und Seelisch Behinderten, die durch Leiden oder nervliche St&#246;rungen in ihrer Leistungsf&#228;higkeit beeintr&#228;chtigt sind.  Die m&#252;ssen auf jeden Fall eine st&#228;rkere Ber&#252;cksichtigung finden in der Sozialpolitik. In Speyer ist ein lernbehinderter Hartz4-Empf&#228;nger verhungert, und seine depressive Mutter w&#228;re fast verhungert. Und ein herzkranker Hartz4-Empf&#228;nger oder armer Fr&#252;hrentner hat sich wegen der Sozialpolitik das Leben genommen. Und auf einer Medizinseite steht, dass die meisten Krankheiten stressbedingt sind.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-2881</link>
		<dc:creator>Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Nov 2007 20:29:26 +0000</pubDate>
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		<description>Jetzt hat auch der Bundesvorstand die Abschaffung von Sanktionen in seinen Antrag mit aufgenommen. Es hei&#223;t dort:&quot;Der Grundbedarf muss jederzeit gew&#228;hrleistet sein und darf k&#252;nftig nicht durch Sanktionen angetastet werden.&quot; Damit ist nun erfreulicherweise Zwangsarbeit in allen zur Abstimmung stehenden gr&#252;nen Modellen, die ich kenne, abgeschafft. Aber leider ist das f&#252;r die vorliegenden Modelle nicht sachgerecht und wird sich vorraussichtlich so in der Praxis nicht bew&#228;hren. Ob man nun Grundsicherung nimmt oder partielles Grundeinkommen, diese Modelle gew&#228;hren (auch) einkommensabh&#228;ngige Sozialleistungen. Wenn nun der Zwang, sich f&#252;r den Bezug der Hilfe zum Lebensunterhalt dem Arbeitsmarkt zur Verf&#252;gung zu stellen entf&#228;llt, dann kann jeder, der will, sich durch Einkommenslosigkeit bed&#252;rftig machen und das Soziokulturelle Existenzminimum gratis beziehn. Das ist zwar sch&#246;n, hat aber zwei gravierende Nachteile: erstens ist diese Grundsicherung oder Wohngeld einkommensabh&#228;ngig, das hei&#223;t, die d&#252;rfen nur beschr&#228;nkt hinzuverdienen, um ihre Bed&#252;rftigkeit nicht zu verlieren, was eine Armutsfalle ist. Zweitens entsteht eine finanzielle Privilegierung der freiwillig Bed&#252;rftigen, die dann als unfair empfunden wird gegen&#252;ber denen, die sich f&#252;r jeden Cent abrackern und die sich dann auch lieber bed&#252;rftig machen. Es w&#252;rde den heutigen Sozialneid auf die Armen noch verschlimmern, wenn die eine finanzielle Belohnung f&#252;r freiwilligen Erwerbsverzicht bekommen und ist von vornherein auch mit den andern gar nicht gesellschaftlich durchsetzbar, das wird es so nie geben.
Sachgerechte Abschaffung von lebensbedrohlichen Sanktionen ginge nur durch ein komplettes, existenzsicherndes Bedingungsloses Grundeinkommen f&#252;r alle, und hier d&#252;rfte sich mit der Zeit die Erkenntnis vertiefen, dass dies total gerecht ist, weil das in Wahrheit gerecht ist. In der Grundeinkommensgesellschaft mit einem kompletten Grundeinkommen wird sich niemand mehr f&#252;r einen Euro abrackern m&#252;ssen und neidisch sein auf den, der das nicht tut. Und dann wird Arbeit rein positiv besetzt sein, wenn damit keine negative Konditionierung durch Zwangsarbeit und Ausbeutung mehr verbunden ist.
Dass wir mit den vorliegenden Modellen t&#246;dliche Sanktionen und Zwangsarbeit abschaffen k&#246;nnten, damit machen wir nur uns selbst und gegenseitig und den anderen etwas vor, was ich aber nicht kann. Trotzdem w&#252;rde ich f&#252;r eines der partiellen Grundeinkommensmodelle stimmen als Einstieg f&#252;r ein zuk&#252;nftiges komplettes Grundeinkommen.

Jetzt noch zur Idee des &#214;ko-Bonus, die jetzt auch in allen Modellen drinsteht. Ich warne davor, diese Idee als sozial zu bezeichnen, solange kein Gutachten dazu vorliegt.
Arme Hausbesitzer haben kein Geld f&#252;r Investition in W&#228;rmed&#228;mmung, und die meisten Armen wohnen zur Miete und sind haustechnisch machtlos. Arme halten sich &#252;berwiegend zuhause auf, wor&#252;ber es auch eine Statistik gibt, wieviel l&#228;nger die zuhause verbringen. Und Arme m&#252;ssen regelm&#228;&#223;ig kochen, weil es zu teuer ist, Essen von der Pommes-Bude zu holen. Und Arme verwenden Altger&#228;te, weil die sich keine modernen Ger&#228;te mit weniger Stromverbrauch kaufen k&#246;nnen. Und Alte und Kranke haben wahrscheinlich einen h&#246;heren Energiebedarf, sch&#228;tze ich. Allerdings k&#246;nnte &#252;ber Grundsicherungs-Leistungen das Soziokulturelle Existenzminimum f&#252;r Energie trotzdem sichergestellt werden, was dann aber auch gemacht werden muss und nicht wieder verschl&#252;rt wie bei der letzten Energiesteuer-Reform.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt hat auch der Bundesvorstand die Abschaffung von Sanktionen in seinen Antrag mit aufgenommen. Es hei&#223;t dort:&#8221;Der Grundbedarf muss jederzeit gew&#228;hrleistet sein und darf k&#252;nftig nicht durch Sanktionen angetastet werden.&#8221; Damit ist nun erfreulicherweise Zwangsarbeit in allen zur Abstimmung stehenden gr&#252;nen Modellen, die ich kenne, abgeschafft. Aber leider ist das f&#252;r die vorliegenden Modelle nicht sachgerecht und wird sich vorraussichtlich so in der Praxis nicht bew&#228;hren. Ob man nun Grundsicherung nimmt oder partielles Grundeinkommen, diese Modelle gew&#228;hren (auch) einkommensabh&#228;ngige Sozialleistungen. Wenn nun der Zwang, sich f&#252;r den Bezug der Hilfe zum Lebensunterhalt dem Arbeitsmarkt zur Verf&#252;gung zu stellen entf&#228;llt, dann kann jeder, der will, sich durch Einkommenslosigkeit bed&#252;rftig machen und das Soziokulturelle Existenzminimum gratis beziehn. Das ist zwar sch&#246;n, hat aber zwei gravierende Nachteile: erstens ist diese Grundsicherung oder Wohngeld einkommensabh&#228;ngig, das hei&#223;t, die d&#252;rfen nur beschr&#228;nkt hinzuverdienen, um ihre Bed&#252;rftigkeit nicht zu verlieren, was eine Armutsfalle ist. Zweitens entsteht eine finanzielle Privilegierung der freiwillig Bed&#252;rftigen, die dann als unfair empfunden wird gegen&#252;ber denen, die sich f&#252;r jeden Cent abrackern und die sich dann auch lieber bed&#252;rftig machen. Es w&#252;rde den heutigen Sozialneid auf die Armen noch verschlimmern, wenn die eine finanzielle Belohnung f&#252;r freiwilligen Erwerbsverzicht bekommen und ist von vornherein auch mit den andern gar nicht gesellschaftlich durchsetzbar, das wird es so nie geben.<br />
Sachgerechte Abschaffung von lebensbedrohlichen Sanktionen ginge nur durch ein komplettes, existenzsicherndes Bedingungsloses Grundeinkommen f&#252;r alle, und hier d&#252;rfte sich mit der Zeit die Erkenntnis vertiefen, dass dies total gerecht ist, weil das in Wahrheit gerecht ist. In der Grundeinkommensgesellschaft mit einem kompletten Grundeinkommen wird sich niemand mehr f&#252;r einen Euro abrackern m&#252;ssen und neidisch sein auf den, der das nicht tut. Und dann wird Arbeit rein positiv besetzt sein, wenn damit keine negative Konditionierung durch Zwangsarbeit und Ausbeutung mehr verbunden ist.<br />
Dass wir mit den vorliegenden Modellen t&#246;dliche Sanktionen und Zwangsarbeit abschaffen k&#246;nnten, damit machen wir nur uns selbst und gegenseitig und den anderen etwas vor, was ich aber nicht kann. Trotzdem w&#252;rde ich f&#252;r eines der partiellen Grundeinkommensmodelle stimmen als Einstieg f&#252;r ein zuk&#252;nftiges komplettes Grundeinkommen.</p>
<p>Jetzt noch zur Idee des &#214;ko-Bonus, die jetzt auch in allen Modellen drinsteht. Ich warne davor, diese Idee als sozial zu bezeichnen, solange kein Gutachten dazu vorliegt.<br />
Arme Hausbesitzer haben kein Geld f&#252;r Investition in W&#228;rmed&#228;mmung, und die meisten Armen wohnen zur Miete und sind haustechnisch machtlos. Arme halten sich &#252;berwiegend zuhause auf, wor&#252;ber es auch eine Statistik gibt, wieviel l&#228;nger die zuhause verbringen. Und Arme m&#252;ssen regelm&#228;&#223;ig kochen, weil es zu teuer ist, Essen von der Pommes-Bude zu holen. Und Arme verwenden Altger&#228;te, weil die sich keine modernen Ger&#228;te mit weniger Stromverbrauch kaufen k&#246;nnen. Und Alte und Kranke haben wahrscheinlich einen h&#246;heren Energiebedarf, sch&#228;tze ich. Allerdings k&#246;nnte &#252;ber Grundsicherungs-Leistungen das Soziokulturelle Existenzminimum f&#252;r Energie trotzdem sichergestellt werden, was dann aber auch gemacht werden muss und nicht wieder verschl&#252;rt wie bei der letzten Energiesteuer-Reform.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Till Westermayer (KV Breisgau-Hochschwarzwald)</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-2860</link>
		<dc:creator>Till Westermayer (KV Breisgau-Hochschwarzwald)</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Nov 2007 20:34:39 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r den Hinweis.

Sachlich steckt dahinter vermutlich folgendes: es gibt Menschen in der &quot;Meritokratie-Spitze&quot;, die sehr &#252;berzeugt davon sind, dass ein Parteitag, der einen Antrag beschlie&#223;t, der quer zum Leitantrag des Bundesvorstands steht, den Bundesvorstand -- und damit auch die Partei -- sch&#228;digt (&quot;F&#252;hrungsschw&#228;che&quot; usw.). Ich mache mir diese Sicht nicht zu eigen, weiss aber, dass sie sehr verbreitet ist. 

Zum Bundesparteitag gibt es also einen von der Bundestagsfraktion unterst&#252;tzten Buvo-Antrag (Grundsicherung, Z-01), und den &quot;Gegenantrag&quot; aus Baden-W&#252;rttemberg (normalerweise sind wir ja immer die Guten ...) (Grundeinkommen, Z-02). Und statt das als Sachentscheidung Grundsicherung oder Grundeinkommen darzustellen, gibt es (nicht zuletzt seit und wegen des Sonderparteitags in G&#246;ttingen zu Afghanistan) immer wieder den Versuch, die Zukunft der Sozialpolitik als &quot;Machtentscheidung&quot; F&#252;hrung+Realos gegen Basis+Linke zu pr&#228;sentieren. Ich bin immer noch &#252;berzeugt davon, dass der Grundeinkommensantrag nicht nur von den damit verbundenen Konsequenzen besser ist, sondern auch schlicht besser finanzierbar ist (und ich vermute sogar, dass Boris das im Grunde seines Herzens auch so sieht) -- aber ich kann verstehen, dass es vielen jetzt schwerf&#228;llt, angeblich gleich die F&#252;hrung zu st&#252;rzen, nur weil die Sachentscheidung falsch gef&#228;llt wird.

((Vielleicht mag ja auch eine oder einer der hier mitlesenden Grundsicherungs-FreundInnen meine Einsch&#228;tzung korrigieren))</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r den Hinweis.</p>
<p>Sachlich steckt dahinter vermutlich folgendes: es gibt Menschen in der &#8220;Meritokratie-Spitze&#8221;, die sehr &#252;berzeugt davon sind, dass ein Parteitag, der einen Antrag beschlie&#223;t, der quer zum Leitantrag des Bundesvorstands steht, den Bundesvorstand &#8212; und damit auch die Partei &#8212; sch&#228;digt (&#8220;F&#252;hrungsschw&#228;che&#8221; usw.). Ich mache mir diese Sicht nicht zu eigen, weiss aber, dass sie sehr verbreitet ist. </p>
<p>Zum Bundesparteitag gibt es also einen von der Bundestagsfraktion unterst&#252;tzten Buvo-Antrag (Grundsicherung, Z-01), und den &#8220;Gegenantrag&#8221; aus Baden-W&#252;rttemberg (normalerweise sind wir ja immer die Guten &#8230;) (Grundeinkommen, Z-02). Und statt das als Sachentscheidung Grundsicherung oder Grundeinkommen darzustellen, gibt es (nicht zuletzt seit und wegen des Sonderparteitags in G&#246;ttingen zu Afghanistan) immer wieder den Versuch, die Zukunft der Sozialpolitik als &#8220;Machtentscheidung&#8221; F&#252;hrung+Realos gegen Basis+Linke zu pr&#228;sentieren. Ich bin immer noch &#252;berzeugt davon, dass der Grundeinkommensantrag nicht nur von den damit verbundenen Konsequenzen besser ist, sondern auch schlicht besser finanzierbar ist (und ich vermute sogar, dass Boris das im Grunde seines Herzens auch so sieht) &#8212; aber ich kann verstehen, dass es vielen jetzt schwerf&#228;llt, angeblich gleich die F&#252;hrung zu st&#252;rzen, nur weil die Sachentscheidung falsch gef&#228;llt wird.</p>
<p>((Vielleicht mag ja auch eine oder einer der hier mitlesenden Grundsicherungs-FreundInnen meine Einsch&#228;tzung korrigieren))</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: albert</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-2859</link>
		<dc:creator>albert</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Nov 2007 19:38:29 +0000</pubDate>
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		<description>zu:
http://www.pz-news.de/suedwest/97136/

wie sch&#246;n, wie sch&#246;n. man darf &#252;ber die strategie der gr&#252;nen spekulieren. die segeln im wind des bedingungslosen grundeinkommens m&#246;chte die meritokratie-spitze bei den gr&#252;nen das alte schiff, die bismarck weiterf&#252;hren. ich frage mich, wie so was denn zustande kommt? die entscheidung palmers. wie ist es denn an der spitze? handelt man wirklich nach dem gewissen? herr mezger. ist er wirklich &#252;berzeugt? mal angenommen es l&#228;uft alles anders, als sich so otto-normal-b&#252;rger das alles vorstellt. handelt die meritokratie-spitze der gr&#252;nen geschlossen, obwohl sie ihrem gewissen entsprechend sich in gegen&#252;berliegenden lagern verankert glaubt? das einzge trojanische pferd scheint mir nur das taktiernetzwerk der gr&#252;nen spitze zu sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>zu:<br />
<a href="http://www.pz-news.de/suedwest/97136/" rel="nofollow"></a><a href='http://www.pz-news.de/suedwest/97136/'>http://www.pz-news.de/suedwest/97136/</a></p>
<p>wie sch&#246;n, wie sch&#246;n. man darf &#252;ber die strategie der gr&#252;nen spekulieren. die segeln im wind des bedingungslosen grundeinkommens m&#246;chte die meritokratie-spitze bei den gr&#252;nen das alte schiff, die bismarck weiterf&#252;hren. ich frage mich, wie so was denn zustande kommt? die entscheidung palmers. wie ist es denn an der spitze? handelt man wirklich nach dem gewissen? herr mezger. ist er wirklich &#252;berzeugt? mal angenommen es l&#228;uft alles anders, als sich so otto-normal-b&#252;rger das alles vorstellt. handelt die meritokratie-spitze der gr&#252;nen geschlossen, obwohl sie ihrem gewissen entsprechend sich in gegen&#252;berliegenden lagern verankert glaubt? das einzge trojanische pferd scheint mir nur das taktiernetzwerk der gr&#252;nen spitze zu sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: BerndK. (Stadtverband Osnabrück)</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-2820</link>
		<dc:creator>BerndK. (Stadtverband Osnabrück)</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Nov 2007 11:20:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-2820</guid>
		<description>Hallo ihr,

ich m&#246;chte hier einen Sachverhalt aus meinem obigen Beitrag noch einmal etwas detaillierter betrachten. Ich schrieb dort: 
&quot;Wo der Staat sich als Republik versteht, wird er den Menschen als Zweck-an-sich anerkennen und damit den Grund legen f&#252;r das moralische Verhalten seiner B&#252;rger...&quot;
Bei Paul Tiedemann hei&#223;t es: 
&quot;Wer einen anderen anerkennt, und einen Zweck daf&#252;r angeben kann, hat das Wesen der Anerkennung bereits verfehlt.&quot; (ebd.Nr.18)


In einem Gesetz wird als dessen Ziel benannt, da&#223; die unter dieses Fallenden m&#246;glichst schnell wieder davon los kommen (SGB II). Man k&#246;nnte aber auch dessen Grund nennen; &#039;damit diese Menschen in W&#252;rde leben k&#246;nnen&#039;. M&#246;glich ist auch, diesen eigentlichen Grund eines Anspruches als Ziel zu formulieren (SBG XII).

Noch genauer kann man differenzieren - zB. bei der Arbeit von Parteien - zwischen Ziel und Ergebnis; eine kann ein Wahlziel angeben (zB.12%), eine andere ein anderes (zB. das Grundeinkommen). Beide Parteien erzielen dann ein (Wahl-)Ergebnis, letztere zielt aber nicht auf dieses Ergebnis. Schon Ziel und Ergebnis sind also nicht identisch.

Jedes Gesetz hat einen Grund. Der Grund eines Gesetzes ist nicht (notwendig) auch sein Ziel. Der Grund des Grundeinkommen w&#228;re die Anerkennung der Menschenw&#252;rde (deren Begr&#252;ndung hier offen gelassen werden kann). 
Das Grundeinkommen h&#228;tte also, damit es dem Gebot der bedingungslosen Anerkennung gen&#252;gt, nicht die Moralit&#228;t der B&#252;rger zum Ziel, aber doch (m&#246;glweise) zum Ergebnis. 


liebe gr&#252;&#223;e -
bernd</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo ihr,</p>
<p>ich m&#246;chte hier einen Sachverhalt aus meinem obigen Beitrag noch einmal etwas detaillierter betrachten. Ich schrieb dort:<br />
&#8220;Wo der Staat sich als Republik versteht, wird er den Menschen als Zweck-an-sich anerkennen und damit den Grund legen f&#252;r das moralische Verhalten seiner B&#252;rger&#8230;&#8221;<br />
Bei Paul Tiedemann hei&#223;t es:<br />
&#8220;Wer einen anderen anerkennt, und einen Zweck daf&#252;r angeben kann, hat das Wesen der Anerkennung bereits verfehlt.&#8221; (ebd.Nr.18)</p>
<p>In einem Gesetz wird als dessen Ziel benannt, da&#223; die unter dieses Fallenden m&#246;glichst schnell wieder davon los kommen (SGB II). Man k&#246;nnte aber auch dessen Grund nennen; &#8216;damit diese Menschen in W&#252;rde leben k&#246;nnen&#8217;. M&#246;glich ist auch, diesen eigentlichen Grund eines Anspruches als Ziel zu formulieren (SBG XII).</p>
<p>Noch genauer kann man differenzieren &#8211; zB. bei der Arbeit von Parteien &#8211; zwischen Ziel und Ergebnis; eine kann ein Wahlziel angeben (zB.12%), eine andere ein anderes (zB. das Grundeinkommen). Beide Parteien erzielen dann ein (Wahl-)Ergebnis, letztere zielt aber nicht auf dieses Ergebnis. Schon Ziel und Ergebnis sind also nicht identisch.</p>
<p>Jedes Gesetz hat einen Grund. Der Grund eines Gesetzes ist nicht (notwendig) auch sein Ziel. Der Grund des Grundeinkommen w&#228;re die Anerkennung der Menschenw&#252;rde (deren Begr&#252;ndung hier offen gelassen werden kann).<br />
Das Grundeinkommen h&#228;tte also, damit es dem Gebot der bedingungslosen Anerkennung gen&#252;gt, nicht die Moralit&#228;t der B&#252;rger zum Ziel, aber doch (m&#246;glweise) zum Ergebnis. </p>
<p>liebe gr&#252;&#223;e -<br />
bernd</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-2753</link>
		<dc:creator>Gretel, Grünwählerin seit Parteigründung, Westfalen</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Oct 2007 21:22:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-2753</guid>
		<description>Den folgenden Text hab ich f&#252;rs gr&#252;ne Bundesfraktionsforum gleich mitverfasst, aber ich wei&#223; noch nicht ob ich den da rein setze, weil das Klima dort arg schlecht ist.
Kommentar zur gr&#252;nen Sozialstaatsdebatte zur Vorbereitung der BDK Ende November. &#220;ber folgende Punkte sind sich die Gr&#252;nen einig: Die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe f&#252;r Erwebsf&#228;hige war richtig, aber die Ausgestaltung von Hartz IV ist eine Verletzung der Menschenw&#252;rde wegen unzureichender Leistungen, &#252;berm&#228;&#223;iger B&#252;rokratie und Schikane. Der Eckregelsatz muss auf 420 Euro angehoben und k&#252;nftig durch ein transparentes sachgerechtes Verfahren ermittelt und an die Inflation gekoppelt werden. Ein Mindestlohn muss eingef&#252;hrt werden und mehr Geld in soziale Infrastruktur, insbesondere Bildung und Kinderbetreuung investiert werden, um &#228;rmeren Kindern bessere Startschancen zu erm&#246;glichen. Die Altersvorsorge bei Hartz IV muss besser gesch&#252;tzt, die Zuverdienstm&#246;glichkeiten erweitert und die Anrechnung von Partnereinkommen abgebaut werden. Au&#223;erdem m&#252;ssen die Sozialsysteme an die Ver&#228;nderung der Arbeitswelt mit unsteten Erwerbsbiografien besser angepasst werden. Es muss eine B&#252;rgerversicherung eingef&#252;hrt werden und einige andere Sachen, die in den entsprechenden Papieren ausf&#252;hrlicher stehn.
Also diese Ziele sind bei den Gr&#252;nen die Mehrheitsmeinung.
Und nun gibt es zur Weiterentwicklung des Sozialstaates drei verschiedende Modelle: die Weiterentwicklung von Hartz IV zu einer Gr&#252;nen Grundsicherung, ein klassisches Bedingungsloses Grundeinkommen sowie ein Sockeleinkommen, das auch verschiedene Module enthalten kann.
Das klassische, bislang am h&#228;ufigsten diskutierte Bedingungslose Grundeinkommen, bei dem jeder das Soziokulturelle Existenzminimum gratis erhalten soll und unbegrenzt hinzuverdienen kann ohne Erwerbszwang, hat sich bislang als nicht umsetzungsreif erwiesen und keine Abstimmung in den Landesverb&#228;nden gewonnen. Aber als Zukunftsvision bleibt das erhalten und besonders empfehlenswert zu dem Thema finde ich das Modell der Gr&#252;nen Jugend Baden W&#252;rttemberg und das Buch &quot;Einkommen f&#252;r alle&quot; von G&#246;tz Werner, aber auch viele andere Texte und Literatur.
Einer Weiterentwicklung von Hartz IV zu einer Gr&#252;nen Grundsicherung stehe ich skeptisch gegen&#252;ber, weil dadurch die Probleme zwar abgemildert werden sollen, aber die Probleml&#246;sung erst mit dem Erreichen von Vollbesch&#228;ftigung im klassischen Sinne erreicht wird, wobei aber meine Geduld mit dem Vertr&#246;sten auf eine bessere Zukunft schon lange am Ende ist. Die Gr&#252;nen hatten 7 Jahre Zeit, Vollbesch&#228;ftigung herzustellen, erreicht worden ist eine weitere Verschwendung von Lebenszeit und verschlimmerte Drangsalierung der Armutsbev&#246;lkerung und Ver&#228;ngstigung der Erwerbst&#228;tigen. Die Ausweitung von Leiden steht in keinem Verh&#228;ltnis zu geringf&#252;gigen Erfolgen der Reform, deren Tragf&#228;higkeit man zudem erst beim n&#228;chsten Abschwung bewerten kann. Au&#223;erdem fehlt mir bei der Darstellung des Grundsicherungsmodells eine qualifizierte Analyse der Ursachen der Schikane auf den &#196;mtern. Zwar wird immer gesagt, dass man das ge&#228;ndert haben will, aber ich glaube, dass wenn man die Ursachen f&#252;r die Missst&#228;nde bei der &quot;Betreuung&quot; und Verwaltung der Langzeitarbeitslosen irgendwann zutreffend analysiert haben wird, auch gleichzeitig erkennt, dass die Probleme systemimmanent nicht l&#246;sbar sind. Und au&#223;erdem werden bei einer Ausweitung der Anspruchsberechtigung im erw&#252;nschten Umfang ein Gro&#223;teil der Bev&#246;lkerung zu Bed&#252;rftigen, und die Finanzierung aller erw&#252;nschten Verbesserungen werden wir gar nicht durch bekommen.
Jetzt zum bedingungslosen Sockeleinkommen von 420 Euro f&#252;r jeden in Form von Negativer Einkommenssteuer mit erg&#228;nzendem Wohngeld auf Antrag bei Bed&#252;rftigkeit. Dieses Modell kann auch in verschiedenen Modulen umgesetzt werden wie z.B. Kindergrundeinkommen, Altersgrundeinkommen, Bildungsgrundeinkommen und das &#220;brige etwas differenziert. Dieses halte ich f&#252;r ein zeitgem&#228;&#223;es und realistisches Modell, und ich empfehle dringend jedem, das Modell nachzulesen im letzten Teil des gr&#252;nen Kommissionsberichts zur &quot;Zukunft der sozialen Sicherung&quot;. Daran haben auch namhafte Sozialwissenschaftler und Finanzwissenschaftler mitgewirkt, und die Darstellung ist sehr qualifiziert, und so &#228;hnlich sind auch die Modelle, die sich in Baden W&#252;rttemberg und Reinland Pfalz durchgesetzt haben und das in Berlin knapp gescheitert ist.
Beim Sockeleinkommens-Modell sehe ich vor allem den Vorteil, dass viele mit geringen oder schwankenden Einkommen und Leute mit geringen Renten sich aus der Abh&#228;ngigkeit von den bed&#252;rftigkeitsgepr&#252;ften Schikane-B&#252;rokratien befreien k&#246;nnen. Ein weiterer Vorteil ist die Vereinfachung des Steuer- und Leistungssystems, und dass die Finanzierung leicht ist. Weitere Einzelheiten bitte ich dort nachzulesen.
Nach gr&#252;ndlicher &#220;berlegung w&#252;rde ich nun folgenden Kompromiss anbieten:
Wir f&#252;hren das Sockeleinkommen ein, um schonmal viele vor der Bed&#252;rftigkeit zu bewahren. Und f&#252;r die verbleibenden Bed&#252;rftigen f&#252;hren wir die Gr&#252;ne Grundsicherung ein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Den folgenden Text hab ich f&#252;rs gr&#252;ne Bundesfraktionsforum gleich mitverfasst, aber ich wei&#223; noch nicht ob ich den da rein setze, weil das Klima dort arg schlecht ist.<br />
Kommentar zur gr&#252;nen Sozialstaatsdebatte zur Vorbereitung der BDK Ende November. &#220;ber folgende Punkte sind sich die Gr&#252;nen einig: Die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe f&#252;r Erwebsf&#228;hige war richtig, aber die Ausgestaltung von Hartz IV ist eine Verletzung der Menschenw&#252;rde wegen unzureichender Leistungen, &#252;berm&#228;&#223;iger B&#252;rokratie und Schikane. Der Eckregelsatz muss auf 420 Euro angehoben und k&#252;nftig durch ein transparentes sachgerechtes Verfahren ermittelt und an die Inflation gekoppelt werden. Ein Mindestlohn muss eingef&#252;hrt werden und mehr Geld in soziale Infrastruktur, insbesondere Bildung und Kinderbetreuung investiert werden, um &#228;rmeren Kindern bessere Startschancen zu erm&#246;glichen. Die Altersvorsorge bei Hartz IV muss besser gesch&#252;tzt, die Zuverdienstm&#246;glichkeiten erweitert und die Anrechnung von Partnereinkommen abgebaut werden. Au&#223;erdem m&#252;ssen die Sozialsysteme an die Ver&#228;nderung der Arbeitswelt mit unsteten Erwerbsbiografien besser angepasst werden. Es muss eine B&#252;rgerversicherung eingef&#252;hrt werden und einige andere Sachen, die in den entsprechenden Papieren ausf&#252;hrlicher stehn.<br />
Also diese Ziele sind bei den Gr&#252;nen die Mehrheitsmeinung.<br />
Und nun gibt es zur Weiterentwicklung des Sozialstaates drei verschiedende Modelle: die Weiterentwicklung von Hartz IV zu einer Gr&#252;nen Grundsicherung, ein klassisches Bedingungsloses Grundeinkommen sowie ein Sockeleinkommen, das auch verschiedene Module enthalten kann.<br />
Das klassische, bislang am h&#228;ufigsten diskutierte Bedingungslose Grundeinkommen, bei dem jeder das Soziokulturelle Existenzminimum gratis erhalten soll und unbegrenzt hinzuverdienen kann ohne Erwerbszwang, hat sich bislang als nicht umsetzungsreif erwiesen und keine Abstimmung in den Landesverb&#228;nden gewonnen. Aber als Zukunftsvision bleibt das erhalten und besonders empfehlenswert zu dem Thema finde ich das Modell der Gr&#252;nen Jugend Baden W&#252;rttemberg und das Buch &#8220;Einkommen f&#252;r alle&#8221; von G&#246;tz Werner, aber auch viele andere Texte und Literatur.<br />
Einer Weiterentwicklung von Hartz IV zu einer Gr&#252;nen Grundsicherung stehe ich skeptisch gegen&#252;ber, weil dadurch die Probleme zwar abgemildert werden sollen, aber die Probleml&#246;sung erst mit dem Erreichen von Vollbesch&#228;ftigung im klassischen Sinne erreicht wird, wobei aber meine Geduld mit dem Vertr&#246;sten auf eine bessere Zukunft schon lange am Ende ist. Die Gr&#252;nen hatten 7 Jahre Zeit, Vollbesch&#228;ftigung herzustellen, erreicht worden ist eine weitere Verschwendung von Lebenszeit und verschlimmerte Drangsalierung der Armutsbev&#246;lkerung und Ver&#228;ngstigung der Erwerbst&#228;tigen. Die Ausweitung von Leiden steht in keinem Verh&#228;ltnis zu geringf&#252;gigen Erfolgen der Reform, deren Tragf&#228;higkeit man zudem erst beim n&#228;chsten Abschwung bewerten kann. Au&#223;erdem fehlt mir bei der Darstellung des Grundsicherungsmodells eine qualifizierte Analyse der Ursachen der Schikane auf den &#196;mtern. Zwar wird immer gesagt, dass man das ge&#228;ndert haben will, aber ich glaube, dass wenn man die Ursachen f&#252;r die Missst&#228;nde bei der &#8220;Betreuung&#8221; und Verwaltung der Langzeitarbeitslosen irgendwann zutreffend analysiert haben wird, auch gleichzeitig erkennt, dass die Probleme systemimmanent nicht l&#246;sbar sind. Und au&#223;erdem werden bei einer Ausweitung der Anspruchsberechtigung im erw&#252;nschten Umfang ein Gro&#223;teil der Bev&#246;lkerung zu Bed&#252;rftigen, und die Finanzierung aller erw&#252;nschten Verbesserungen werden wir gar nicht durch bekommen.<br />
Jetzt zum bedingungslosen Sockeleinkommen von 420 Euro f&#252;r jeden in Form von Negativer Einkommenssteuer mit erg&#228;nzendem Wohngeld auf Antrag bei Bed&#252;rftigkeit. Dieses Modell kann auch in verschiedenen Modulen umgesetzt werden wie z.B. Kindergrundeinkommen, Altersgrundeinkommen, Bildungsgrundeinkommen und das &#220;brige etwas differenziert. Dieses halte ich f&#252;r ein zeitgem&#228;&#223;es und realistisches Modell, und ich empfehle dringend jedem, das Modell nachzulesen im letzten Teil des gr&#252;nen Kommissionsberichts zur &#8220;Zukunft der sozialen Sicherung&#8221;. Daran haben auch namhafte Sozialwissenschaftler und Finanzwissenschaftler mitgewirkt, und die Darstellung ist sehr qualifiziert, und so &#228;hnlich sind auch die Modelle, die sich in Baden W&#252;rttemberg und Reinland Pfalz durchgesetzt haben und das in Berlin knapp gescheitert ist.<br />
Beim Sockeleinkommens-Modell sehe ich vor allem den Vorteil, dass viele mit geringen oder schwankenden Einkommen und Leute mit geringen Renten sich aus der Abh&#228;ngigkeit von den bed&#252;rftigkeitsgepr&#252;ften Schikane-B&#252;rokratien befreien k&#246;nnen. Ein weiterer Vorteil ist die Vereinfachung des Steuer- und Leistungssystems, und dass die Finanzierung leicht ist. Weitere Einzelheiten bitte ich dort nachzulesen.<br />
Nach gr&#252;ndlicher &#220;berlegung w&#252;rde ich nun folgenden Kompromiss anbieten:<br />
Wir f&#252;hren das Sockeleinkommen ein, um schonmal viele vor der Bed&#252;rftigkeit zu bewahren. Und f&#252;r die verbleibenden Bed&#252;rftigen f&#252;hren wir die Gr&#252;ne Grundsicherung ein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: BerndK. (Stadtverband Osnabrück)</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-2744</link>
		<dc:creator>BerndK. (Stadtverband Osnabrück)</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2007 15:18:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-2744</guid>
		<description>Hallo ihr,

f&#252;r meinen Tonfall am Ende meines letzen Beitrag (vor der ldk) bitte ich um Entschuldigung.
Die Argumentation davor, gegen&#252;ber der als Neuerung behaupteten &#039;Nachrangigkeit in der Arbeitszuweisung&#039;, lehnt sich an, an die von Ullrich Hahn f&#252;r den http://www.versoehnungsbund.de/ formulierten &quot;Thesen zum Gewaltverzicht&quot;. 
Ich halte diese Argumentation f&#252;r schl&#252;ssig, und den von mir daraus in Hinsicht auf die Grundsicherungsproblematik &#252;bernommenen Teil f&#252;r zwingend. Eine &#220;berwindung der &quot;&#196;ra Fischer&quot; war dabei keinerlei Thema.

Ich m&#246;chte hier - an Hand eines vlt. nicht einfachen Textes (Link s.u.) - noch einmal versuchen zu erkl&#228;ren, warum ich das Ende der Zuweisung von Arbeit f&#252;r unabdingbar halte, warum ich meine, da&#223; wir auf den &#220;bergang zu einem republikanischen Arbeits-/Sozialrecht nicht verzichten k&#246;nnen. 
Dies gerade auch bez&#252;glich O. Metzgers Aufforderung, wir GrundeinkommlerInnen sollten uns einmal in die &quot;sozialen Brennpunkte&quot; begeben, um dort zu sehen &quot;...welche fatalen Folgen es hat, wenn Menschen den mentalen Zusammenhang zwischen pers&#246;nlichem Einsatz und Einkommen von Kindheit an verlieren.&quot; (mein folgender Text bedeutet keine Zustimmung zu Thesen einer besonders gewaltt&#228;tigen, oder gewalterzeugenden Faulheit in der, Unterschicht)
__

In einem sich als Republik verstehenden Staat gr&#252;ndet die Pflicht zur Achtung der Rechtsordnung (des Gewaltmonopol) auf freiwilliger Anerkennung. Die Pflicht ist damit eine moralische und die Republik &quot;...darauf angewiesen, da&#223; ihre B&#252;rger als moralische Wesen ansprechbar sind, als Menschen also, die verstehen, was es hei&#223;t, im moralischen Sinne verpflichtet zu sein, und die grunds&#228;tzlich bereit sind, ihr Verhalten nach moralischen Normen auszurichten.&quot; (Paul Tiedemann; http://www.humboldt-forum-recht.de/deutsch/7-1997/beitrag.html#punkt1  Nr.10)

Die f&#252;r die Republik unverzichtbare Bereitschaft ihrer B&#252;rger zu Moralit&#228;t setzt die Erfahrung von Moralit&#228;t voraus. &quot;Jeder, der f&#228;hig ist, moralisch zu handeln, mu&#223; selbst zuvor moralisch behandelt worden sein. Nur wer um seiner selbst willen ohne Wenn und Aber anerkannt worden ist, bevor er anerkennen konnte, kann die F&#228;higkeit und den Willen aufbringen, andere bedingungslos anzuerkennen. Weil ein solcher Mensch am eigenen Leib erfahren hat, da&#223; er, um mit Kant zu reden, keinen Preis, sondern eine W&#252;rde hat, kann und will er auch jedem andern diese W&#252;rde zusprechen.&quot; (ebd.14) 

&quot;...how can I give love when love is something I ain&#039;t never had?&quot; (John Lennon; Imagine; &#039;How?&#039;)

Wo Menschen die Rechtsordnung akzeptieren aus Furcht vor Strafe oder Zwang ist der Staat nicht republikanisch und ihr Bewu&#223;tsein um die moralische Pflicht wird dort nicht entstehen. Ihre Handlungen werden geleitet sein von Strategien und Nutzenkalk&#252;len. &quot;Ein Staatswesen, das darin [mit Zwang und Gewalt zu sozial kompatiblem Verhalten anhalten] seine Aufgabe und seinen Zweck sieht, mag noch so effektiv und wirkungsvoll sein, eine Republik ist es nicht mehr.&quot; (ebd.17)
Wo der Staat sich als Republik versteht, wird er den Menschen als Zweck-an-sich anerkennen und damit den Grund legen f&#252;r das moralische Verhalten seiner B&#252;rger untereinander aber auch in Bezug auf ihn selber. Republik ist darauf angewiesen, da&#223; sich ihre B&#252;rger &quot;im Geiste der Br&#252;derlichkeit begegnen&quot;. Das sie dieses sollen bedeutet, da&#223; ein so motiviertes Verhalten nicht erzwungen werden kann. 


liebe gr&#252;&#223;e -
bernd</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo ihr,</p>
<p>f&#252;r meinen Tonfall am Ende meines letzen Beitrag (vor der ldk) bitte ich um Entschuldigung.<br />
Die Argumentation davor, gegen&#252;ber der als Neuerung behaupteten &#8216;Nachrangigkeit in der Arbeitszuweisung&#8217;, lehnt sich an, an die von Ullrich Hahn f&#252;r den <a href="http://www.versoehnungsbund.de/" rel="nofollow"></a><a href='http://www.versoehnungsbund.de/'>http://www.versoehnungsbund.de/</a> formulierten &#8220;Thesen zum Gewaltverzicht&#8221;.<br />
Ich halte diese Argumentation f&#252;r schl&#252;ssig, und den von mir daraus in Hinsicht auf die Grundsicherungsproblematik &#252;bernommenen Teil f&#252;r zwingend. Eine &#220;berwindung der &#8220;&#196;ra Fischer&#8221; war dabei keinerlei Thema.</p>
<p>Ich m&#246;chte hier &#8211; an Hand eines vlt. nicht einfachen Textes (Link s.u.) &#8211; noch einmal versuchen zu erkl&#228;ren, warum ich das Ende der Zuweisung von Arbeit f&#252;r unabdingbar halte, warum ich meine, da&#223; wir auf den &#220;bergang zu einem republikanischen Arbeits-/Sozialrecht nicht verzichten k&#246;nnen.<br />
Dies gerade auch bez&#252;glich O. Metzgers Aufforderung, wir GrundeinkommlerInnen sollten uns einmal in die &#8220;sozialen Brennpunkte&#8221; begeben, um dort zu sehen &#8220;&#8230;welche fatalen Folgen es hat, wenn Menschen den mentalen Zusammenhang zwischen pers&#246;nlichem Einsatz und Einkommen von Kindheit an verlieren.&#8221; (mein folgender Text bedeutet keine Zustimmung zu Thesen einer besonders gewaltt&#228;tigen, oder gewalterzeugenden Faulheit in der, Unterschicht)<br />
__</p>
<p>In einem sich als Republik verstehenden Staat gr&#252;ndet die Pflicht zur Achtung der Rechtsordnung (des Gewaltmonopol) auf freiwilliger Anerkennung. Die Pflicht ist damit eine moralische und die Republik &#8220;&#8230;darauf angewiesen, da&#223; ihre B&#252;rger als moralische Wesen ansprechbar sind, als Menschen also, die verstehen, was es hei&#223;t, im moralischen Sinne verpflichtet zu sein, und die grunds&#228;tzlich bereit sind, ihr Verhalten nach moralischen Normen auszurichten.&#8221; (Paul Tiedemann; <a href="http://www.humboldt-forum-recht.de/deutsch/7-1997/beitrag.html#punkt1" rel="nofollow"></a><a href='http://www.humboldt-forum-recht.de/deutsch/7-1997/beitrag.html#punkt1'>http://www.humboldt-forum-recht.de/deutsch/7-1997/beitrag.html#punkt1</a>  Nr.10)</p>
<p>Die f&#252;r die Republik unverzichtbare Bereitschaft ihrer B&#252;rger zu Moralit&#228;t setzt die Erfahrung von Moralit&#228;t voraus. &#8220;Jeder, der f&#228;hig ist, moralisch zu handeln, mu&#223; selbst zuvor moralisch behandelt worden sein. Nur wer um seiner selbst willen ohne Wenn und Aber anerkannt worden ist, bevor er anerkennen konnte, kann die F&#228;higkeit und den Willen aufbringen, andere bedingungslos anzuerkennen. Weil ein solcher Mensch am eigenen Leib erfahren hat, da&#223; er, um mit Kant zu reden, keinen Preis, sondern eine W&#252;rde hat, kann und will er auch jedem andern diese W&#252;rde zusprechen.&#8221; (ebd.14) </p>
<p>&#8220;&#8230;how can I give love when love is something I ain&#8217;t never had?&#8221; (John Lennon; Imagine; &#8216;How?&#8217;)</p>
<p>Wo Menschen die Rechtsordnung akzeptieren aus Furcht vor Strafe oder Zwang ist der Staat nicht republikanisch und ihr Bewu&#223;tsein um die moralische Pflicht wird dort nicht entstehen. Ihre Handlungen werden geleitet sein von Strategien und Nutzenkalk&#252;len. &#8220;Ein Staatswesen, das darin [mit Zwang und Gewalt zu sozial kompatiblem Verhalten anhalten] seine Aufgabe und seinen Zweck sieht, mag noch so effektiv und wirkungsvoll sein, eine Republik ist es nicht mehr.&#8221; (ebd.17)<br />
Wo der Staat sich als Republik versteht, wird er den Menschen als Zweck-an-sich anerkennen und damit den Grund legen f&#252;r das moralische Verhalten seiner B&#252;rger untereinander aber auch in Bezug auf ihn selber. Republik ist darauf angewiesen, da&#223; sich ihre B&#252;rger &#8220;im Geiste der Br&#252;derlichkeit begegnen&#8221;. Das sie dieses sollen bedeutet, da&#223; ein so motiviertes Verhalten nicht erzwungen werden kann. </p>
<p>liebe gr&#252;&#223;e -<br />
bernd</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Entwicklungspotenziale &#187; Blog Archive &#187; Bütikhofer schwebt negative Einkommensteuer vor</title>
		<link>http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-2737</link>
		<dc:creator>Entwicklungspotenziale &#187; Blog Archive &#187; Bütikhofer schwebt negative Einkommensteuer vor</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Oct 2007 17:15:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.grundsicherung-bw.de/2007/10/19/bundesweit-gehts-weiter/#comment-2737</guid>
		<description>[...] Vorbereitung besteht die M&#246;glichkeiten auf den Seiten der Gr&#252;nen aus Baden-W&#252;rttemberg [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Vorbereitung besteht die M&#246;glichkeiten auf den Seiten der Gr&#252;nen aus Baden-W&#252;rttemberg [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
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